Hooksiel Lange geisterte es als unbestätigtes Gerücht durchs Wangerland – nun steht es fest: Die Spielscheune Bullermeck am Außenhafen in Hooksiel stellt den Betrieb ein. Am Sonnabend, 15. August, hat die große Freizeithalle zum letzten Mal geöffnet.

„Ich bin schon traurig“, sagt Inhaberin Inge Schiersch-Janssen: „Ich war immer von dem sportlichen Freizeitkonzept für Kinderüberzeugt. Doch inzwischen gibt es einfach zu viele Spielhallen“, sagt sie.

Als sie das Bullermeck im Dezember 2001 eröffnete, war es eine von nur zwei Spielscheunen in ganz Deutschland: Die erste war die Spielscheune in Burhave. „Heute sind Spielscheunen nichts Außergewöhnliches mehr“, meint Inge Schiersch.

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Zwei Jahre lang hat sie versucht, einen Käufer zu finden, der die 2600 Quadratmeter große Spielscheune weiterbetreibt – ohne Erfolg. Deshalb kam nun die Option zum Tragen, die schon beim Bau der extra hohen Halle mitgedacht war: Die Werft Hooksiel übernimmt Halle und das fast einen Hektar große Grundstück, um sich zu vergrößern. „Schon vor 14 Jahren hatte Werft-Gründer Burkhard Kähler Interesse an unserem Grundstück. Deshalb haben wir damals die Halle so groß gebaut“, erklärt Inge Schiersch.

Bereits zum 1. Oktober ziehen nun tatsächlich Boote in die Spielscheune ein: Sie wird zur beheizten Winterlagerhalle. „Unsere bestehende Winterhalle ist stets ausgebucht und die Nachfrage hält an“, sagt Werft-Geschäftsführer Burkhard Kähler. Deshalb griff Werft-Eigentümer Carsten Hippenstiel nun zu. Das Betriebsgelände der Werft vergrößert sich mit der Übernahme des Bullermeck-Geländes auf rund 55 000 Quadratmeter, zugleich rückt die Zufahrt direkt an die Bäderstraße.

Laut Kähler wird die Halle vor allem von Kunden geschätzt, die auf frostsicheres Überwintern ihrer Boote Wert legen. Dann brauchen weder Tanks entleert noch Wasser- oder Brennstoffleitungen entlüftet werden.

Bis dahin muss die Spielhalle natürlich umgebaut werden. Das Interieur ist an die van der Most-Gruppe verkauft. Auch die Nutzungsänderung ist bereits in trockenen Tüchern: Der Gemeinderat hat die Festlegung des Geländes als Freizeitgebiet aufgehoben und die Fläche als Hafengebiet gewidmet.

Bis zur Schließung bleibt das Bullermeck natürlich für kleine und große Besucher geöffnet: Am 27. Juni beginnt die Sommersaison mit Betrieb täglich von 10 bis 18 Uhr.

Bei aller Traurigkeit über das Ende ihrer Spielscheune ist Inge Schiersch dennoch erleichtert: Ihre drei Mitarbeiter haben bereits neue Stellen gefunden.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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