Sillenstede Das Feuerwehrhaus war bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sillenstede natürlich das beherrschende Thema. Wie berichtet, entspricht das alte Feuerwehrhaus nicht mehr den Standards, die maßgeblich von der Feuerwehr-Unfallkasse bestimmt werden. Bereits 2010 und 2013 hatte die Unfallkasse bei einer Begehung des Feuerwehrhauses „gravierende Mängel“ festgestellt und das auch in ihren Berichten vermerkt.

Vor allem die Enge in Werkzeug- und Fahrzeughalle ist für die Stützpunktwehr ein großes Problem, betonte der Sicherheitsbeauftragte der Feuerwehr Jens Schuster. Er appellierte an die Kommunalpolitik, das Feuerwehrhaus „nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen werden zu lassen“. Es gehe schließlich um die Sicherheit der Feuerwehrleute, die ehrenamtlich für Brandschutz sorgen und viele Stunden ihrer Freizeit investieren. „Hier sollten über die Parteigrenzen hinweg Nägel mit Köpfen gemacht werden und nicht aus finanziellen Notlagen heraus notdürftige Kompromisse gefunden werden“, forderte Schuster.

Ortsbrandmeister Holger Schnee betonte, dass in Bezug auf das Feuerwehrhaus noch nichts entschieden sei. Ende Januar sollen Gespräche zwischen Feuerwehr und Bauamt der Stadt stattfinden, bei denen Möglichkeiten eines Neubaus erörtert werden. Wie berichtet, hat die Stadt Schortens das Feuerwehrhaus bereits auf seiner Bauprioritätenliste und 50 000 Euro Planungskosten eingestellt.

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Offen ist auch, wo das neue Feuerwehrhaus entstehen soll, denn am jetzigen Standort ist eine Erweiterung nicht möglich. „Der Standort ist also noch ungeklärt“, sagte Schnee. Aus Sicht der Feuerwehr sei aber ein Standort außerhalb des Orts etwa im Gewerbegebiet nicht sinnvoll, denn der Einzugsradius der Wehr würde sich deutlich verschlechtern. Die Kameraden fürchten unter anderem längere Anfahrtszeiten zum Feuerwehrhaus und vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort. „Denn mehr als 90 Prozent der Hilfeleistung finden innerhalb des Stadtgebiets statt“, sagte Schnee.

Der Radius der Wehr ist auch der Grund, warum die Sillensteder eine Zusammenlegung mit anderen Ortswehren ablehnen. „Dann könnten bestimmte Bereiche der Stadt nicht mehr abgedeckt werden, wir könnten in einem Brandfall nicht mehr gewährleisten, innerhalb der vorgeschriebenen Zeit vor Ort zu sein“, betonte Schnee. Das bedeute Handlungsunfähigkeit.

Die Wehr Sillenstede sehe keine Argumente, warum nicht 2016 mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses an einem geeigneten Standort begonnen werden soll. „Die Stadt hat schließlich auch in den Bau eines Kunstrasenplatzes und in die Sanierung des Freizeitbads Aqua Toll viel Geld investiert“, sagte Schnee. „Die Debatte um den Neubau beschäftigt mich sehr, manchmal frage ich mich, für wen ich das eigentlich alles mache“, sagte er.

Auch Kreisbrandmeister Gerd Zunken unterstützte die Forderung nach einem Neubau. „Die Vorschriften kommen von der Unfallkasse, die bestimmt, wie ein Feuerwehrhaus zu sein hat“, betonte Zunken. Da gebe es wenig Spielraum – und das sei auch sinnvoll.

„Wir wissen, dass das Feuerwehrhaus so nicht erhalten bleiben kann“, sagte Schortens’ stellvertretende Bürgermeisterin Anne Bödecker. Sie werde alle Anregungen der Kameraden in die Diskussion einfließen lassen, sagte sie. „Wir sind entschieden gegen eine Zusammenlegung der Feuerwehren in den Außenbezirken“, betonte sie: „Wir werden sehen, was nötig ist und dann die Kosten ermitteln“, versprach sie.

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