Neustadtgödens Es wird noch eine Weile dauern bis Flachs zartblau auf einem kleinen Feld am Landrichterhaus Neustadtgödens blüht. Denn die Leinsaat befindet sich erst seit wenigen Stunden in der Erde. Am Mittwoch wurden die Samen von Ralf Hilbers, Sebastian Janßen und Gunda und Werner Kleinschmidt ausgebracht und eingearbeitet. Nun heißt es warten. „Wir werden jeden Tag ein Foto des Feldes machen und so den Fortschritt dokumentieren“, sagt Kleinschmidt. Die Leinsaat kommt aus Lettland und hat eine sehr gute Qualität.

Spinnen und Weben

Zur Sonderausstellung „Leinen-los“ wird an folgenden Terminen im Museum im Landrichterhaus Neustadtgödens, Brückstraße 19, an alten Spinnrädern und Webstühlen wie in alten Zeiten gewebt und gesponnen:


 Sonntag, 14. April
 Sonntag, 12. Mai
 Sonntag, 30. Juni – im Rahmen des Festes 475 Jahre Neustadtgödens
 Sonntag, 7. Juli
 Sonntag, 4. August
 Sonntag, 8. September
 Sonntag, 20. Oktober

Leinsamen kennen viele als Zutat in Brot, geschrotet oder als Quelle für hochwertiges Öl. Beim Gemeinen Lein handelt es sich aber auch um eine alte Kulturpflanze, die früher in Norddeutschland vor allem zur Fasergewinnung angebaut wurde. Für Neustadtgödens hat der Flachs, so heißt die Pflanze, die aus den Leinsamen wächst, eine besondere Bedeutung. Die Herstellung und der Vertrieb von Leinen verhalf dem Ort ab 1544 und bis ins 17. Jahrhundert zu außerordentlichem Wohlstand. „64 Weber gab es in Neustadtgödens“, sagt Werner Kleinschmidt, der als mennonitischer Weber und Leinhändler Pieter Alberts Swarts durch Neustadtgödens führt.

Das kleine Flachsfeld ist Teil der neuen Sonderausstellung „Leinen-los“, die noch bis zum 3. November im Landrichterhaus zu sehen ist. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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