SCHORTENS Die Zahlen sind beeindruckend: Die Lebensmittelfabrik, die – wie berichtet – auf Schortenser Stadtgebiet im interkommunalen Jade-Weser-Park für rund 400 Millionen Euro entstehen soll, wird voraussichtlich ab 2015 viele Millionen Kunden in Ballungszentren wie Hamburg, Amsterdam und im Ruhrgebiet versorgen. Bis zu 400 Mitarbeiter sollen in dem Schortenser Werk Pizzen, Fertiggerichte, Tiefkühlkost und Backwaren produzieren. Rund 1000 Tonnen sollen dann täglich das Werk verlassen.

Bisher ist nur bekannt, dass die Finanzierungsgesellschaft Marcellus Trust aus Malta das Projekt realisieren will. In deren Auftrag habe er europaweit nach Standorten gesucht und sei dabei auf Schortens gestoßen, erklärte Unternehmensberater Alexander Hartung am Montagabend beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsförderkreises Harlingerland in Wittmund. Stadt und Landkreis Wittmund gehören zu den insgesamt zwölf Gesellschaftern des Jade-Weser-Parks, über Wittmund war der Kontakt zu Hartung hergestellt worden.

Noch offen ließ Hartung, welcher Firmenname eines Tages an der Fabrikfassade prangen wird und unter welchem (Marken-)Namen die Produkte in die Läden kommen. Per Computeranimation stellte er allerdings erstmals Ansichten des Werkes vor. Die Fabrik soll rund 240 Meter lang und 40 Meter hoch werden. Ein Blockheizkraftwerk soll den Großteil der benötigten Energie produzieren.

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Für Schortens spreche die optimale Infrastruktur mit unmittelbarem Autobahnanschluss, Bahnlinie und dem Jade-Weser-Port, erläuterte Hartung. Zudem sei das unter dem Bundesdurchschnitt liegende Lohnniveau ein Argument bei der Standortwahl gewesen. „Ich will fair bezahlen, gleiche mich aber daran an, was in der Region üblich ist“, sagte Hartung.

Ein weiterer Vorteil sei der regionale Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit liege in Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund über dem Landesdurchschnitt. Er gehe davon aus, dass es unter diesen Voraussetzungen möglich sein müsse, genügend gute Arbeitskräfte zu bekommen. „Gescheite Produkte brauchen gescheite Leute“, sagte Hartung.

Am wichtigsten sei Hartung die relative Nähe des Standortes zu den Ballungszentren. Zielgruppe seien vor allem die vielen Millionen Konsumenten in den Niederlanden und Deutschland. In Schortens sollten eines Tages rund 1000 Tonnen Lebensmittel pro Tag produziert und mit 100 Lastzügen täglich in drei etwa 250 bis 300 Kilometer entfernte und noch zu bauende Zwischenlager transportiert werden. Von dort würden dann die Märkte bedient.

Derzeit gibt es eine Absichtserklärung für den Bau der Lebensmittelfabrik. Sobald die Baugenehmigung vom Landkreis Friesland vorliege, gehe es los. In diesem Jahr werde geplant, ab 2013 bis etwa Mitte 2014 soll das Werk gebaut werden. 2014 werde die Technik für etwa 40 Produktlinien installiert. Für die Rohbauaufträge suche man Firmen aus der Region. Voraussichtlich ab Mitte 2015 werde produziert.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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