VAREL An vielen Ecken in Varels Innenstadt wird gepflastert. Und einige Geschäftsleute hoffen dadurch auch, dass ihre Geschäfte künftig barrierefrei zu erreichen sind. Das gestaltet sich in der Praxis schwierig, wie Kauffrau Herta Oppotsch in der Hindenburgstraße erfuhr. Ihr Modegeschäft gegenüber dem Wendehammer der Drostenstraße ist über eine recht hohe Stufe erreichbar. Sie hat deshalb beim Bauamt gefragt, ob man beim Neupflastern ihr nicht ein wenig entgegenkommen würde. Ein paar Zentimeter Differenz würden schon helfen, um die Stufe vor dem Modegeschäft nicht ganz so mächtig scheinen zu lassen. Die andere Alternative, den Eingang zu den beiden Ladengeschäften im Geschäftshaus abzusenken, kommt aus Konstruktionsgründen nicht in Frage. Darunter sind die Kellerräume.

Zwangspunkte einhalten

Bauamtsleiter Jörg Kreikenbohm wies darauf hin, dass barrierefreie Zugänge zu den Geschäften im Zuge der Pflasterabreiten „vielfach nicht möglich“ seien. Es gelte, gewisse Zwangspunkte einzuhalten und auch die Vorschriften zu beachten. „Wir müssen auch den Vorgaben der DIN gerecht werden.“ Und die Industrienorm schreibe nun einmal eine gewisse maximale Neigung vor. Quer- und Längsneigungen müssten eingehalten werden, sonst gäbe es Probleme bei Eisglätte, mit ablaufendem Wasser und mit der Steigung, die für Rollstuhlfahrer gerade noch tolerierbar sind. In machen Fällen müsste man die Stufensituation so belassen, sagte Kreikenbohm. Architektin Brigitte Deeken, die sich am Mittwoch vor Ort mit Bautechniker Uwe Heinzelmann umschaute, sprach sogar von einer rollstuhlgerechten Neigung von zwei Prozent.

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Paar Zentimeter

Herta Oppotsch wäre schon mit ein paar Zentimetern zufrieden, damit kleinere Kunden die Stufe nicht so als Hürde empfinden.

Einiger Unmut hat sich unterdessen bei Innenstadt-Besuchern und Kaufleuten über die Vielzahl der Baustellen in der Innenstadt bereitgemacht. Nicht nur die Pflasterer sind in Hindenburgstraße, Kleiner Straße und Obernstraße unterwegs, dazu werden auch (immer noch) Versorgungsleitungen verlegt. Bauamtsleiter Kreikenbohm wies darauf hin, dass die beteiligten Baufirmen die gute Witterung optimal nutzen wollten, „damit wir schnell fertig sind“.

Das Verlegen von Versorgungsleitungen (Leerrohre, Gas- und Wasserleitungen) werde weiter stattfinden, damit diese Arbeiten abgeschlossen sind, wenn die Pflasterer für den jeweiligen Abschnitt bereit stehen. Die Pflasterarbeiten sollten bis zum Kramermarkt abgeschlossen sein, erinnerte er an die Zeitvorgabe. Er bot einen Gesprächstermin für Interessierte (und Kaufleute) an, in dem der weitere Bauzeitenplan erläutert werden kann. Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der beteiligten Baufirmen stehen für ein Gespräch und Erläuterungen bereit (Mittwoch, 18. Mai, 18 Uhr, Rathaus Windallee, Sitzungssaal).

Über den weiteren Verlauf der Innenstadtsanierung, insbesondere die Pflasterarbeiten, will die Stadt Varel betroffene Kaufleute und Interessierte am Mittwoch, 18. Mai, ab 18 Uhr im Rathaus Windallee, großer Sitzungssaal, informieren. In den Reihen der Kaufmannschaft war Unmut entstanden, weil der Umfang der Pflasterarbeiten und die gleichzeitige Verlegung von Versorgungsleitungen für eine erhebliche Beeinträchtigung in den Innenstadtstraßen sorgen. Die Werbegemeinschaft hat ihre Mitglieder aufgerufen, das Gesprächsangebot der Stadt zu nutzen und sich an der Veranstaltung zu beteiligen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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