Friesland /Bondeno Bringt die Schweizer Ingenieurgesellschaft Enumplan, die die Pizzafabrik in Roffhausen sowie ein nahezu identisches Werk im norditalienischen Bondeno projektiert (die NWZ  berichtete), nun Licht ins Dunkel oder wird das Verwirrspiel mit neuen Namen und Beteiligungen fortgesetzt? Nach wie vor ist nicht bekannt, wer letztlich die angekündigten Pizza-und Pastafabriken betreiben soll.

Seit wenigen Tagen macht für das Werk in Bondeno allerdings der Name „Thomas Food Italia Srl“ die Runde. Die von der Ingenieursgesellschaft mit Sitz in Lugano nun erstmals genannte Firma ist jedoch wie die zuvor als eigentlicher Investor und Betreiber genannte Industrial Group for Food Production (IGFP) in der Lebensmittelbranche völlig unbekannt. Ein In­ter­net­auf­tritt existiert nicht oder ist noch im Aufbau. Die Internet-Suchmaschinen laufen weitgehend ins Leere. Die genannte Firmenadresse von Thomas Food führt nach Parma – in eine enge Straße mit kleinen Lädchen und Büros.

Unklar ist zudem, ob Thomas Food Italia nur das Werk in Bondeno betreiben soll und ob für das Werk in Roffhausen weiter die IGFP im Rennen ist. Mögliche Verbindungen gibt es außerdem zu einem noch recht jungen, ähnlich gelagerten Bauprojekt in Paray le Monial in Burgund in Frankreich.

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Das Unternehmen Enumplan will am kommenden Donnerstag, 27. Februar, die Bürger Bondenos und alle Interessierten über das Bauvorhaben auf dem brachliegenden Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik in ihrer Stadt informieren. Am Abend ist dazu in Bondeno eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, bei der die Beteiligten über Produkte und Arbeitsplätze und das ökologische Konzept des Werkes informieren wollen. Zu der Präsentation sind laut Enumplan auch Vertreter hiesiger Medien und der am Zweckverband Jade-Weser-Park beteiligten Kommunen eingeladen.

Die Schweizer Enumplan AG hat die vielen Verzögerungen in den Fabrik-Projekten mit „technischen und organisatorischen Problemen“ erklärt. An der Umsetzung der Werke bestünde jedoch keinerlei Zweifel, so Enumplan-Präsident Charles Kuster. In Italien „stehe der Baubeginn unmittelbar bevor“, in Roffhausen soll 2015 Starttermin sein.

Wie mehrfach berichtet, geht es an beiden Standorten um Werke mit Investitionssummen von jeweils rund 300 Millionen Euro und um bis zu 400 Arbeitsplätze. Täglich sollen an pro Standort 1000 Tonnen Pizza, Pasta und Tiefkühl-Backwaren hergestellt werden.

Oliver Braun Redakteur / Redaktion Jever
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