Neuenburg „Nur jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau geführt“, sagte Astrid Grotelüschen am Dienstagabend in Neuenburg. Auf Einladung der Frauen-Union Friesland war die CDU-Bundestagsabgeordnete im Neuenburger Hof zu Gast und sprach über Frauen in der Wirtschaft. „Frauen in Führungspositionen haben einen Vorbildcharakter“, sagte Grotelüschen. Anhand einer Präsentation zeigte sie, wie viel weniger Frauen nicht nur in Unternehmensvorständen, sondern auch in Kommunal- und Landesparlamenten vertreten sind.

Mit dabei war an dem Abend, den Hanne Cordes aus Zetel organisiert hatte, auch Katharina Jensen. Sie begleitete Astrid Grotelüschen als Partnerein im „Tandem-Projekt“ der CDU Niedersachsen zu der Veranstaltung in Neuenburg. Die 33-Jährige ist Mutter von drei Kindern, führt mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb im Wangerland und ist politisch aktiv: Unter anderem leitet sie den Schularbeitskreis der CDU Friesland. „Ich persönlich bin nicht für eine Frauenquote“, sagt Katharina Jensen. „Man sollte berücksichtigen, dass viele Frauen es gar nicht anstreben, in Führungspositionen zu arbeiten, sondern mit ihrem Familienleben und vielleicht einem Teilzeitjob zufrieden sind.“ Wenn eine Frau sich dafür entscheide, Kinder zu bekommen, nehme sie nicht selten gern in Kauf, dass es Einschnitte im Berufsleben gibt. „Trotz allem müssen natürlich die Weichen gestellt werden, dass Frauen die Möglichkeit haben, in Führungspositionen zu kommen, wenn sie es wollen.“ Aber: „Nicht jede Frau strebt eine berufliche Karriere an und das ist auch nicht verwerflich.“

Katharina Jensen hat Landwirtschaft studiert und betreibt mit ihrem Mann einen Betrieb mit Schweinemast und Ackerbau. Als wichtiges Thema in der Debatte um Frauen in der Wirtschaft sieht sie auch die Absicherung von Frauen an, die im Betrieb ihres Mannes mitarbeiten. „Diese Frauen geben oft sehr viel, sind aber wirtschaftlich schlecht aufgestellt.“ Diese Frauen aufzuklären und ihre Leistungen anzuerkennen, sei eine wichtige Aufgabe der Politik.

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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