GöDEN Die Energieerzeugung könnte schon bald der Nahrungsmittelproduktion im Weg stehen. Das meint der Landwirtschaftliche Zweigverein in Gödens.

Von annette Kellin GÖDENS - Die Krise in der deutschen Landwirtschaft ist überwunden, deutsche Produkte erfahren einen großen Imagezuwachs und lassen sich gut absetzen. Das erklärte Heinrich Rastede auf der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Zweigvereins Gödens. Doch die Erzeugung von Energie könnte schon bald der Nahrungsmittelproduktion im Wege stehen, meinte der Kreisvorsitzende Herbert Heyen aus Hesel.

Grund dafür sei die zunehmende Nachfrage nach Biogas. Schon jetzt sei das weltweite Bevölkerungswachstum größer als die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion. Künftig könnte es zu regelrechten Kämpfen um Nahrungsmittel und Energie gehen, und das weltweit. Schon jetzt seien deutliche Auswirkungen im kleinen Bereich zu spüren. Dort, wo Mais für die Biogasanlagen angebaut werde, fehle die Fläche für andere Nutzung. So sei der Pachtpreis gestiegen, auch die Getreidepreise hätten schon angezogen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Herbert Hayen informierte auch über den Trend auf dem europäischen Milchmarkt. Hier fordere er vor allem eine nachhaltige Verbesserung der Einkommenssituation der Milchbauern. Deutschland stehe bei der Produktion in der EU an erster Stelle. Die Anzahl der Betriebe nehme aber stetig ab, gleichzeitig werde die Milchleistung pro Kuh und Jahr um etwa 150 Kilogramm gesteigert. Beim Ertrag rutsche die Milchwirtschaft allerdings ins Minus, lediglich die Tiere zögen im Preis wieder an.

Herbert Heyen sieht große und finanzstarke Absatzmärkte vor allem in den neuen EU-Ländern. Er forderte die Möglichkeit, zu „vernünftigen Bedingungen dorthin zu exportieren, wo die Kaufkraft sitzt“. Die Politik solle vor allem die Vermarktung der Produkte stärken und die Molkereistruktur verbessern.

Weiterhin berichteten Klaus Bürsken über die gesunde Kälberhaltung und der Kreisgeschäftsführer Hermann Duin über die Steuerreform und die neue Pflegerente.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.