Wangerooge „Jetzt müssen wir erst einmal alles sacken lassen“, meint Damir Hanken und atmet tief durch. Zusammen mit Ute und Curt Hanken sowie Hanke Rippen sitzt er auf den neuen Sesseln eines der frisch renovierten Zimmer im Wangerooger Hotel Hanken. „Jetzt hoffen wir nur, dass unsere Gäste alles gut annehmen“, sagt Ute Hanken. Doch Damir Hanken ist zuversichtlich: „Das werden sie!“

Seit Januar wurde im Hotel renoviert: 33 Räume, darunter auch Personalzimmer, wurden rundumerneuert. Pünktlich zum Beginn der Saison ist alles fertig. An diesem Donnerstag, 27. März, wird im Hotel Einweihung mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Die Planung für die Rundum-Erneuerung lief schon seit gut zwei Jahren. Richtig beginnen sollte sie dann im Januar. Doch bereits im Dezember standen neun große Container vor dem Hotel – „gerade im Winter muss man Lieferungen auf die Insel gut organisieren, damit sie auch klappen“, sagt Geschäftsführer Hanke Rippen, der die Renovierung geplant hat.

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Die Zimmer waren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht ausgeräumt. Und so wurde das Kino zum Lager umfunktioniert: Die hinteren Sitzreihen wurden ausgebaut, auf der freien Fläche das Baulager eingerichtet und dann sauber abgedeckt – denn im vorderen Bereich ging der Kino-Betrieb weiter.

Die 33 Zimmer wurden samt Bädern und Fluren komplett erneuert. „Meine Frau war ganz mutig“, präsentiert Curt Hanken stolz das neue Blumenmuster an den Wänden. „Die Zimmer waren einfach nicht mehr zeitgemäß.“, sagt Ute Hanken: Die letzte Renovierung war vor 30 Jahren. So wurden Teppiche neu verlegt und die Zimmer ganz neu ausgestattet: von Sesseln, Schränken und Boxspringbetten bis hin zum Wasserkocher für jedes Zimmer und mehr Stauraum durch Schubladen unter den Betten. Auch die schalldichten Türen und die Schlösser sind neu.

An einer Tür gab es den einzigen kleinen Fehler der gesamten Renovierung: das Schloss wurde falsch herum eingebaut. Selbst durch Sturm „Xaver“, der einen Teil des Hotel-Dachs abdeckte, ließ sich die Mannschaft nicht unterkriegen.

Am wichtigsten, aber auch am aufwendigsten, war die Erneuerung der Bäder, berichten die Hankens: Für jedes Zimmer musste individuell eine passende Duschwanne gegossen werden. Die Wannen wurden tiefer gelegt, so dass der Einstieg nun leichter ist. „Es war uns außerdem sehr wichtig, alles umweltfreundlich zu gestalten“, erklärt Damir Hanken: So wurden in allen Bädern stromsparende LED-Lampen eingebaut.

Zum Einsatz kamen bei der Hotel-Renovierung Firmen aus der Region. Die stellten schnell fest: Dies ist kein gewöhnlicher Arbeitsplatz. Zu Mittag gegessen wurde gemeinsam an einer großen Tafel und am Abend nach getaner Arbeit gönnten sich alle ein gemeinsames Feierabend-Bierchen. „Wir waren in der Zeit wie eine kleine Familie“, erinnert sich Damir Hanken. „Niemand hat uns im Stich gelassen, alle haben mit angepackt und sogar Freundschaften wurden geschlossen.“

Doch nicht nur fleißige Arbeiter vom Festland haben mitgeholfen, sondern auch Wangerooger: So haben zum Beispiel die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und der Ski-AG die Zimmer ausgeräumt und so ihre „Ausflug-Kasse“ etwas aufgebessert. „Die gemeinsame Arbeit hat uns alle nur noch mehr zusammengeschweißt“, erzählt Damir Hanken. „Alle haben sich gegenseitig unterstützt. Das ist genau das, was auf der Insel so schön ist.“ Gemeinsam mit den Hotel-Mitarbeitern war das Zimmer-Leerräumen nach zwei Tagen bereits geschafft.

Ganz besonders loben Ute, Curt und Damir Hanken aber auch die Hilfe von Geschäftsführer Hanke Rippen. Er übernahm die gesamte Organisation. „Ohne ihn hätten wir das gar nicht geschafft.“

Auf die Frage, wie viel Geld insgesamt investiert wurde, reagieren Curt und Damir Hanken gleich: Beide lächeln nur. „Wir sind sehr glücklich und zufrieden, genau wie es jetzt ist“, meint Ute Hanken und Damir Hanken ergänzt: „Die Zukunft kann jetzt kommen!“

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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