Schoost Vor rund sechs Jahren gingen in der traditionsreichen Gaststätte „Waldschänke“ Schoost die Lichter und der Ofen aus. Das 1940 an der Dorfstraße in Schoost eröffnete und zuletzt viele Jahre lang von Hella Heiken geführte Haus war seit 2011 nur noch sporadisch und schließlich gar nicht mehr geöffnet. Nun soll es wieder losgehen: Margarete Caßens aus Schoost hat die Waldschänke gepachtet und will sie nach Ostern unter dem Namen „Schooster Café“ wiedereröffnen.

Hausgemachte Torten

„Mich haben das schöne Haus und die Möglichkeiten, die darin stecken, schon immer fasziniert“, sagt Magarete Caßens. Längere Zeit schon habe sie überlegt, die „Waldschänke“ zu pachten. In Schoost habe sie herumgefragt, was man von ihrer Idee hält – und stieß überall auf positives Echo. Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Seit einigen Monaten wird im Haus gewerkelt, geputzt und renoviert. Caßens’ Plan ist, das „Schooster Café“ als Ausflugslokal am Wochenende und an Feiertagen zu öffnen. Mit Frühstücksbüfett und nachmittags mit Torten und Kuchen aus eigener Herstellung, alles in gemütlich-uriger Atmosphäre.

Unterstützt wird sie dabei von ihrer Tochter Kirsten Caßens. Und auch Ehemann Ralf Caßens, der in Schoost am Wochenende einen großen Scheunenflohmarkt betreibt, zieht mit seinen Flohmarkt in den hinteren Teil der Waldschänke, wo einst die Kegelbahnen waren. Die gibt es in der Waldschänke beziehungsweise dem Schooster Café nicht mehr, seit es dort 2011 gebrannt hat.

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Viele Jahre lang war die Waldschänke Mittelpunkt im Dorf. Vereine und Stammtische trafen sich hier in geselliger Runde bei handfester, gutbürgerlicher Küche. Nachbarschaften und Freizeitclubs gingen hier regelmäßig kegeln und einmal im Jahr wurde in gemütlicher Enge Theater gespielt. Vor allem bei der Theatergruppe Schoost ist die Vorfreude auf die Wiedereröffnung groß, denn die kehrt nach fünf Jahren „Auswärtsspielen“ in Moorwarfen nun an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Im März gibt es in Schoost ihr neues Stück zu sehen, eine deftige Boulevardkomödie.

Urige Gemütlichkeit

Magarete Caßens hofft, dass das bekannte Gasthaus schon bald als Landcafé wieder im Bewusstsein der Bürger aus Nah und Fern präsent ist und sich als Ausflugslokal neu etablieren kann. Ob und und in welchem Umfang das Angebot später vielleicht noch wächst, wird man sehen, sagt Caßens. Auch für Familienfeiern kann man das Gasthaus mieten. Eine eigene Küche wird es nicht mehr geben, die wird stattdessen zur Backstube umgebaut.

Die Idee eines Fernseh-Teams und TV-Kochprofis, die der Waldschänke vor einigen Jahren noch ein modernes Image mit „Schickimicki–Küche“ verpassen wollten und die Gutbürgerlichkeit des Hauses in schlechtem Licht erscheinen ließen, kam im Dorf und auch bei Magarete Caßens nicht gut an. Die künftige Wirtin, die unter der Woche in der Bäckerei eines hiesigen Verbrauchermarktes arbeitet, setzt weiter auf urige Gemütlichkeit und den Charme der alten Zeiten des Hauses.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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