JEVERLAND Die Arbeitsagentur will die Kontrollen verschärfen. Auch der Landkreis denkt über Schutzmechanismen nach.

von ulrich schönborn JEVERLAND - Der Fund von Nazi-Broschüren in der Eingangshalle der Agentur für Arbeit in Jever hat nicht nur die Arbeitsbehörde, sondern auch andere Einrichtungen mit Publikumsverkehr aufgeschreckt.

Besucher der Arbeitsagentur hatten am Montag zum wiederholten Mal Hetzschriften der NPD gefunden und waren damit an die Öffentlichkeit getreten.

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„Das Material muss nach Öffnung der Geschäftsstelle hereingeschmuggelt worden sein und wurde dann an einer schwer einsehbaren Stelle ausgelegt“, sagte gestern Heinke Wagenknecht von der Arbeitsagentur. Andernfalls wären die Hetzblätter beim morgendlichen Rundgang entdeckt worden. Alle Mitarbeiter der Agentur seien angewiesen, auf illegales Material zu achten und es sofort zu beseitigen. Mit Blick auf den jüngsten Vorfall soll jetzt geprüft werden, wie diese Kontrolle verschärft werden kann.

Über bessere Kontrollmechanismen soll auch in den öffentlich zugänglichen Gebäuden der Kreisverwaltung nachgedacht werden, sagte Kreissprecher Rainer Graalfs. „Wir hatten bisher noch nie einen solchen Vorfall, aber auch wir sind gegen so etwas nicht gefeit“, so Graalfs. Grundsätzlich müsse das Auslegen von Infomaterial genehmigt werden.

Im Job-Center Friesland und in den Räumen der Kurverwaltung Wangerland können nach Angaben von Job-Center-Leiter Heinrich Kruse und Kurdirektor Reinhard Thomssen keine Werbematerialien unbeobachtet ausgelegt werden.

Ähnlich ist die Situation im Mariengymnasium. „Solche Broschüren würden wir sofort bemerken“, sagt Schulleiterin Dorothe Levin. Schwerer sei die Kontrolle, wenn illegales Material auf dem Oberstufenschulhof von Hand zu Hand gehe. „Bisher gab es bei uns aber keine Auffälligkeiten“, so die Schulleiterin.

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