Sande Wenn es der Gemeinde Sande so gut ginge, wie dem Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, dann hätten Rat und Verwaltung weit weniger Sorgen.

Das Krankenhaus ist komplett schuldenfrei – und das ist in der Krankenhauslandschaft keineswegs selbstverständlich. Das Nordwest-Krankenhaus hat seit 2005 gut 50 Millionen Euro, darunter viele Förder-Millionen des Landes, in Modernisierung, in Infrastruktur und in Medizintechnik gesteckt und steht nun vor dem dritten großen Modernisierungs-Bauabschnitt, sagte Krankenhaus-Geschäftsführer Frank Germeroth am Sonntag beim Neujahrsempfang der Gemeinde Sande im Landhaus Tapken.

Modernisierung steht an

Mit einem Gesamtvolumen von weiteren 18 Millionen Euro werden in den kommenden fünf Jahren die Patientenzimmer modernisiert und mit Bädern ausgestattet. 17,3 Millionen Euro davon seien förderfähig und 17 Millionen Euro kommen dafür vom Land. „Mit dieser Förderquote bin ich sehr zufrieden“, sagte der Krankenhaus-Manager. An der Südseite des NWK entsteht zunächst ein neues Betthaus mit 63 Plätzen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Gut 300 Bürger und Vertreter des öffentlichen Lebens nahmen an der lockeren und unterhaltsamen Zusammenkunft teil, in der Bürgermeister Stephan Eiklenborg über Perspektiven der Gemeinde und über die Ziele, die man 2017 erreichen will, und Germeroth als Gastredner über Pläne und Entwicklungen des Krankenhauses sprachen.

Dazu zählt auch die Aufstocken der Planbettenzahl um rund zehn Prozent: Das Haus hat vom Sozialministerium kürzlich die Zusage für 30 weitere Planbetten erhalten. „Und das gegen den bundesweiten Trend, Krankenhausbetten abzubauen“, sagte Germeroth. Doch die positive Entwicklung des Krankenhauses mit beständigem Zuwachs an Patienten, rechtfertigten diese Entscheidung.

Das Krankenhaus ist Sandes größter Arbeitgeber. 2005 versorgte das NWK jährlich noch 12 500 Patienten stationär, 2016 waren es 16 500 Patienten. 2005 erwirtschaftete das Haus mit 740 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 42 Millionen Euro, heute sind es mit gut 900 Mitarbeitern 70 Millionen Umsatz. Der wirtschaftliche Erfolg sei mit Fleiß und Mühe aller Mitarbeiter erarbeitet worden, so Germeroth.

Auch medizinisch sei das Nordwest-Krankenhaus mit seinen Diagnose- und Therapieverfahren auf dem allerneuesten Stand der Technik und in manchen Fachbereichen sogar weiter als manch anderes Haus im Land. So befasse sich die Klinik nun auch mit einem neuartigen Verfahren der Schlaganfallversorgung. „Davon werden viele Patienten profitieren“, so Germeroth.

Neues Jahresmotto

Abgeschlossen sei auch der Zusammenschloss mit dem Vareler St. Johannes-Hospital, das ebenfalls gut aufgestellt sei. Über eine gemeinsame Holding werden beide Standorte weiterentwickelt und Synergien erzeugt und genutzt.

Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg hatte zuvor die wichtigsten Ereignisse des Vorjahres in Erinnerung gerufen und machte nach „Neue Wege gehen“ (2015) und „Dran bleiben (2016) nun „Die Dinge weiterentwickeln“ zum Sander Jahresmotto 2017. Wohnungsbau, Gewerbestandorte, Kultur und Tourismus und Integration von Flüchtlingen waren einige seiner Stichworte. Auch wenn Sande finanzielle Nöte drücken, sei viel doch vieles erreicht und vorbereitet worden. In diesem Jahr erwartet man endlich den Baubeginn für die Bahnumfahrung.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.youtube.com/nwzplay 
Video

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.