Wangerland Die Jugendpflege der Gemeinde Wangerland ist wieder komplett: Zu Jahresbeginn hat die 52-jährige Imke Gerdes ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit Anja Willms-Janssen und Jörg Westphal ist sie Ansprechpartnerin für die Jugendlichen im Wangerland. Am Dienstag stellte sie sich nun offiziell vor.

In ihre neue Aufgabe will sie sich mit Bedacht einfinden: „Derzeit mache ich mir ein Bild von der Jugendarbeit und den Jugendlichen in der Gemeinde“, sagt sie. Ihr sei es wichtig, erst herauszufinden, wo die Jugendlichen stehen, wie sie ticken und was sie brauchen.

„Ich komme deswegen nicht mit ganz vielen neuen Ideen und will sofort alles anders machen“, betont Gerdes, die selbst in Waddewarden aufgewachsen ist. Es sei schön, nun auch dort arbeiten zu können. „Ich bin sehr heimatverbunden“, sagt sie.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Nach dem Abitur am Mariengymnasium und einer Ausbildung zur Erzieherin im Kindergarten Lindenallee in Jever sowie einem Studium der Sozialarbeit in Emden hat Imke Gerdes viele Jahre für den Verein SOS-Kinderdorf gearbeitet.

Zunächst in einer Jugendgruppe in Wilhelmshaven, zuletzt hat sie in einem Kleinstprojekt jugendliche Obdachlose in Jever betreut. „Dabei handelte es sich um zwei Schlafstätten“, erzählt sie. Nun versuche sie im Wangerland wieder den Blick für alle Jugendlichen zu bekommen – „nicht mehr nur im Kleinen zu gucken“.

Dabei hat sie bereits erste Unterschiede festgestellt: „Die Jugendlichen ticken in jedem Dorf anders“, meint sie. Und auch die Flüchtlingskinder spielen in ihren Beobachtungen eine Rolle. „Das ist das erste Thema, das mir hier entgegenkommt, und da gehe ich auch gerne ran“, sagt sie. Sie hofft, dass noch viel mehr der Flüchtlingskinder die Jugendräume im Wangerland besuchen. „In vielen Jugendräumen auf den Dörfern klappt das gegenseitige Einladen der Jugendlichen untereinander schon richtig gut, da muss ich gar nicht mehr viel machen“, hat sie festgestellt. Dennoch plant sie einen Begegnungstag an dem Jugendliche aller Nationen im Wangerland zusammenkommen können. „Aber alles ist freiwillig, niemand soll sich genötigt fühlen. In der Jugendarbeit geht es darum, Beziehungen und Vertrauen zu den jungen Menschen aufzubauen, damit sie sich trauen, auch mit einem ernsten Problem zu uns zu kommen“, sagt Gerdes.

Künftig wird sie sich zudem auch mit dem Konzept der Jugendpflege im Wangerland beschäftigen, das soll nämlich laut Bürgermeister Björn Mühlena aktualisiert und fortgeschrieben werden – auch mit Blick auf die Flüchtlingskinder. Laut Björn Mühlena leben in der Gemeinde derzeit 261 Flüchtlinge in 71 Haushalten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.