Roffhausen Die CDU in Schortens möchte, dass die Stadt mehr Energie in die Ansiedlung von Unternehmen steckt. Das machte Parteivorsitzende Melanie Sudholz bei einem Besuch bei der TCN-Marketing GmbH in Roffhausen deutlich.

Die Christdemokraten ließen sich von Geschäftsführer Holger Ansmann über die Historie und die aktuellen Arbeitsfelder informieren. Wesentliche Aufgabe der Gesellschaft sei, die Unternehmen auf dem TCN-Gelände zu betreuen, so Ansmann. Zurzeit binde HPKJ einige Aufmerksamkeit. Das Unternehmen war vor kurzem in finanzielle Schieflage geraten und werde jetzt dabei unterstützt, die Arbeitsplätze am Standort zu sichern.

Zudem werde hinter den Kulissen viel Netzwerkarbeit geleistet, um das Ohr am Puls der Zeit zu haben, berichtete Ansmann. Nur so ließen sich frühzeitig Interessenten für neue Standorte auch auf das TCN aufmerksam machen.

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CDU-Finanzexperte Horst-Dieter Freygang bemängelte, dass im Bereich Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund sehr viele unterschiedliche Ansätze zur Wirtschaftsförderung verfolgt werden. „Ich würde mir wünschen, dass dort mehr zusammengearbeitet wird“, so Freygang. Fraktionsvorsitzender Axel Homfeldt bezeichnete es als „ineffizient“, wenn weiterhin jede Kommune ihre eigenen Strukturen vorhalte. Dennoch fordert die CDU, auch für den Standort Schortens in Zukunft eigenständig Unternehmen zu akquirieren.

„Das klingt nach einem Widerspruch. Doch so, wie es aktuell läuft, kommen wir keinen Schritt voran“, so Homfeldt. Positive Beispiele für interkommunale Zusammenarbeit gebe es beispielsweise im Emsland. Doch darauf zu warten, bis auch die „Kleinstaaterei“ in Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund aufhöre, solle und könne sich Schortens nicht leisten. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, dass in einem wertvollen Industriegebiet wie dem Jade-Weser-Park nun ein Müllentsorger angesiedelt werde. „Damit machen wir das Gebiet nicht attraktiver“, so Homfeldt.

Dringend müsse die Zukunft der TCN-Marketing GmbH geklärt werden, darin sind sich die Schortenser Christdemokraten einig. Seit Jahren zahle Wilhelmshaven als Gesellschafter keinen Beitrag mehr ein, bestimme aber die Gesellschaft mit. „Dieser Zustand ist nicht mehr hinnehmbar. Die Gesellschafter, unter anderem die Stadt Schortens und der Landkreis Friesland, müssen das jetzt endlich neu beordnen, damit die Gesellschaft einen Sinn hat und der Einsatz von Steuergeld zu rechtfertigen ist“, erklärte Freygang.

Wünschenswert sei, wenn weniger die öffentliche Hand und vielmehr die Wirtschaft selbst dort die Geschicke steuere. In der kommenden Woche werde sich der Verwaltungsausschuss in Schortens mit dem Thema befassen.

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