Dangast Der geplante Bau eines Stalls für maximal 30 000 Hähnchen in Dangast erhitzt die Gemüter der Bürger in dem Nordseebad. Der Kur- und Fremdenverkehrsverein Dangast hat sich nun „entschieden gegen einen solchen Hähnchenmaststall in Dangast und der näheren touristisch relevanten Umgebung“ ausgesprochen.

„Mit großer Besorgnis für die Zukunft und Entwicklung des Tourismus in Dangast haben wir von der bisher nicht mehr öffentlich diskutierten aber offenbar massiv vorangetriebenen Planung der Errichtung einer Hähnchenmastanlage Kenntnis erhalten“, schrieb Tom Breitenfeldt für den Kurverein.

Verschiedene Untersuchungen, deren Ergebnisse dem Kurverein vorlägen, hätten nachgewiesen, dass der Betrieb eines Hähnchenmaststalls „eine gesundheitsgefährdende Belastung der Luft zur Folge“ habe. „Dies ist nicht hinnehmbar in einem Urlaubsort, dessen gute Luft ein wesentlicher touristischer Faktor ist. Bei den Beeinträchtigungen geht es nicht nur um Stäube, deren Verbreitungsgebiet aufgrund neuerer Erkenntnisse immer weiter reicht als alte gesetzliche Vorgaben glauben machen wollen. Es geht auch um Beeinträchtigungen durch Ausbringung von mehr Gülle und Exkrementen auf die schon überbelasteten Böden und durch erhöhtes Transportaufkommen jeglicher Art mit der Inbetriebnahme der Anlage“, hieß es in dem Schreiben.

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Der Kurverein fordert im Vorfeld der Kommunalwahl am 11. September „die verantwortlichen Politiker aller Parteien auf, sich konsequent dafür einzusetzen, dass Massentierhaltung nicht in einem Urlaubsort wie Dangast Fuß fassen kann“.

Ein Landwirt als Dangast hatte bereits im Jahr 2014 bei der Stadt nachgefragt, ob er in der Nähe von Dangast einen Hähnchenstall mit bis zu 30 000 Mastplätzen errichten kann (die NWZ  berichtete). Den gestellten Antrag hat er aber wegen der Aufregung um das Projekt ruhen lassen.

Auf NWZ-Nachfrage bestätigte der Investor, dass er eine Aufzucht von „langsam wachsenden Tieren“ plane. Über die Emissionen lasse er ein Gutachten erstellen. „So lange das nicht da ist, lasse ich es aber sein“, sagte er: „Es soll keinen stören“. Auf Anfrage machte Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner mit Hinweis auf das laufende Verfahren keine Angaben über den aktuellen Planungsstand.

Vor zwei Jahren sprach der Landwirt von einem Nischenprodukt, einer nachhaltigen Alternative zur konventionellen Mast. Der Stall mit etwa 1800 Quadratmetern Größe würde auch weitaus weniger Tiere aufnehmen als in konventioneller Mast. Die Maximalzahl von 30 000 Tieren würde bei konventioneller Mast ausgenutzt.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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