ZETEL Die „Rollende Redaktion” war Anziehungspunkt auf dem Wochenmarkt. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, Lob und Kritik loszuwerden.

Von Traute Börjes-Meinardus ZETEL - „Ich lebe gerne in Zetel“, waren sich die meisten Zeteler einig, die gestern zur „Rollenden Redaktion“ der NWZ gekommen waren. Aber es gab auch viele Verbesserungsvorschläge.

Mehrere Besucher kritisierten, dass in Zetel viele Facharztsparten nicht vertreten sind. So muss Anne Rüdebusch weite Wege mit ihrem pflegebedürftigen Mann in Kauf nehmen, um zu Fachärzten nach Varel oder Sanderbusch zu kommen. Gisela Oltmanns kritisierte, dass es kein Ärztehaus mit niedergelassenem Augenarzt, HNO-Arzt oder einem Orthopäden gibt. „Darüber beschweren sich alle“, sagte sie und wies auf die langen Anfahrtswege zu diesen Fachärzten hin: „Das ist ja blöde, alles muss nach Wilhelmshaven, Jever oder Varel.“ Und Helga Ziergiebel „möchte gerne einen Hautarzt am Ort haben“.

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Weite Wege muss auch in Kauf nehmen, wer sich einkleiden möchte, bemängelten viele Zeteler wie Ingeburg Grimsmann sowie Anneliese und Wilhelm Oetken. „Wenn man eine Hose braucht, muss man nach Zwischenahn oder Oldenburg fahren, das ist eine Katastrophe“, sagte das Ehepaar.

Weit auseinander gingen die Meinungen beim Thema Angebote für Senioren. Emil Stelter kritisierte, dass es keinen Seniorenpass gibt wie in Varel. Die Kirche biete zwar viele Angebote für Senioren, aber von der Gemeinde müsse noch mehr kommen, meinte der Zeteler, einen Seniorenbeirat hält er für sinnvoll. Wilfried Behrens hingegen hält einen Seniorenpass für überflüssig und teuer. Er rechnet der Gemeinde hoch an, „dass sie mit Geld umgehen kann“. Auch Ulla und Wolfgang Wenkel sind zufrieden mit dem Angebot für Senioren in Zetel. Insbesondere der TuS Zetel biete viel für die ältere Generation und auch die Kirche sei sehr aktiv. Das Ehepaar freut sich außerdem, dass sich die Gemeinde „Familienfreundlichkeit“ auf die Fahnen geschrieben hat und Krippenplätze für Kinder unter

drei Jahren und Hausaufgabenbetreuung anbietet.

Sehr zufrieden ist auch die junge Mutter Inka Hinrichs: „Hier wird viel für Kinder getan – vom Krabbelgottesdienst hin zum Miniclub im TuS Zetel“. Alles sei leicht zu erreichen, ob Kinderkrippe, weiterführende Schule oder Supermarkt.

Auch Waltraut Sasso, die seit vielen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, fühlt sich wohl in Zetel und freut sich, dass man ihr im Rathaus geholfen hat und mittlerweile viele Wege barrierefrei sind.

Von der guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung berichtet auch Marktbeschicker Arnold Meiners. Gemeinsam mit der Verwaltung sei der Markt attraktiver gestaltet worden.

Beim Thema „Umgestaltung des Markthammes“ gehen die Meinungen auseinander. Elisabeth Doller, die direkt am Markthamm wohnt, ist zufrieden mit der Umgestaltung, und auch Dieter Tschöpe meint, dass sich „dass Zeteler Zentrum vorteilhaft verändert hat“. Jürgen Knaup hingegen hält den umgestalteten Markthamm für keinen würdigen Ortsmittelpunkt. Es bestehe noch viel Handlungsbedarf.

Auch den Ohrbült empfinden einige Besucher der „Rollenden Redaktion“ als unübersichtlich. Die Situation müsste entschärft werden, meint Birgit Völler-Noffke und plädiert für eine Abbiegespur. Einen ganz anderen Verbesserungsvorschlag hat Rüdiger Krefeldt, er vermisst in Zetel Gastronomie mit großen Räumlichkeiten.

Befragt nach den Stärken und Schwächen der Gemeinde Zetel wurde als positiv sehr häufig die gute finanzielle Situation genannt. So lobte Margret Tapkenhinrichs: „Wir haben einen tollen Bürgermeister, der sich kümmert, Zetel steht gut da und hat keine Schulden.“ Sie fühlt sich wohl in Zetel und Anita Lindemann pflichtet ihr bei: „Es ist supergut in Zetel.“

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