Wangerland Die Gewerbevereine Hooksiel, Horumersiel-Schillig und Hohenkirchen sowie der Fremdenverkehrsverein Minsen-Förrien und die Gastronomiekooperation „Die Seesterne“ haben in einem gemeinsamen Brief an Wangerlands Gemeinderat beantragt, die Fremdenverkehrsabgabe im Wangerland abzuschaffen.

„Durch immer mehr Abgaben, Verordnungen und Kosten sind viele Betriebe an den Rand des betriebswirtschaftlich Vertretbaren gedrängt. Wenn sich Betriebe nur durch das Reduzieren von Dienstleistungen, zum Beispiel weniger oder keine Stühle auf den Terrassen, Schließung von Restaurants für Außengäste, retten können, dann stellt sich die Frage: Wohin entwickelt sich der Tourismus in Wangerland? Wie lange werden die Touristen, die unser Leben hier finanzieren, dieses mitmachen?“, heißt es in dem Schreiben.

Die Gewerbe- und Tourismusvereine kritisieren insbesondere, dass die im Voraus festgelegte Gesamtsumme der Fremdenverkehrsabgabe von 574 000 Euro pro Jahr nicht an das tatsächlich zu erwartende Ergebnis der beitragspflichtigen Betriebe gekoppelt ist. „Die Wangerland Tourismus arbeitet seit ein paar Jahren wieder mit schwarzen Zahlen und bedarf keiner finanziellen Unterstützung mehr. Die Fremdenverkehrsabgabe ist nicht zweckgebunden und geht unkontrolliert in den Gemeindehaushalt“, heißt es in dem Schreiben: „Der Unmut und die Sorge der Mitglieder haben die Vorsitzenden dazu veranlasst, dem Gemeinderat diese Forderung zu unterbreiten.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wie berichtet, erhebt die Gemeinde Wangerland pro Jahr 574 000 Euro von rund 2500 Betrieben im Gemeindegebiet, mit dem Geld wird die Arbeit der Wangerland Tourismus GmbH finanziert. Die bisherige Beitragserhebung nach Produktionsfaktoren wie Zahl der Betten, Stühle oder Arbeitsplätze soll nun auf Umsatzzahlen umgestellt werden. Im Dezember hatte der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für die neue Beitragssatzung gefasst, die rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft treten soll. Mit diesem Beschluss kann die Gemeindeverwaltung nun beginnen, Umsatzzahlen abzufragen.

Erst beim Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Björn Mühlena noch einmal betont, dass Rat und Verwaltung einen gerechten Maßstab finden wollen und die maßgeblichen Akteure an den Beratungen beteiligen wollen.

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.