Sande /Oldenburg Die rund 50 Mitarbeiter der friesländischen Bäckerei „Der Küstenbäcker GmbH“ bangen um die Zukunft ihrer Firma und ihrer Arbeitsplätze. Das Un­ternehmen mit Sitz in Sande hat jetzt beim Insolvenzgericht Wilhelmshaven Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Dirk Rüffert aus Oldenburg bestellt. Das teilten Dirk Rüffert und die Küstenbäcker-Geschäftsführer Adolf Bakker-Bents und Andreas Häuser am Dienstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Die Küstenbäcker GmbH, die am Produktionsstandort an der Bahnhofstraße in Sande Backwaren herstellt, verkauft Produkte in Friesland und Wilhelmshaven in rund zwölf Filialen. Küstenbäcker-Geschäfte gibt es in Schortens, in Horumersiel und Schillig, in Aurich, auf der Insel Norderney sowie in Wilhelmshaven. Zu den Kunden der Küstenbäcker GmbH gehören zudem regional ansässige Supermärkte, Hotels und Pflegeheime sowie Bistros und Cafés, die an fast allen Filialstandorten betrieben werden.

Rüffert zufolge wird der Betrieb derzeit uneingeschränkt fortgeführt. Der Geschäftsbetrieb und die Lieferantenbeziehungen seien vom vorläufigen Insolvenzverwalter stabilisiert worden, teilt die Oldenburger Kanzlei mit.

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Für die Mitarbeiter des 2005 im Kreis Aurich gegründeten Unternehmens wird zurzeit eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes organisiert. Die Löhne seien seit September nicht mehr gezahlt worden. Zudem werde mit Interessenten über eine Sanierung des Unternehmens und über den Erwerb von Betriebsteilen verhandelt. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Insolvenzgericht rechnet Rüffert zum Dezember.

Zu den Gründen, die zur Schieflage des Unternehmens führten, machte der vorläufige Insolvenzverwalter bisher noch keine Angaben.

Vor zwei Jahren erst hatte die Küstenbäcker GmbH das Sander Traditionsunternehmen Rohlfs Brotkorb übernommen, das Anfang 2011 Insolvenz angemeldet hatte.

Wie berichtet, hatte Inhaber Helmut Rohlfs den 1947 in Cäciliengroden gegründeten elterlichen Betrieb Mitte der 1970er Jahre übernommen und zu einem regionalen Bäckereibetrieb mit zuletzt 23 Filialen und etwa 130 Mitarbeitern ausgebaut. Als Grund für den Gang zum Insolvenzgericht hatte er damals „großen Konkurrenzdruck“ genannt.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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