VAREL Für dieses Wetter mit Schnee und Eis gibt es keine Patentlösung, um den Schüler- und Behindertenverkehr jederzeit zu gewährleisten. Das ist nach Aussagen von Heike Gentemann, Betriebsleiterin von Bus Bruns in Varel, die nüchterne Erkenntnis eines Erfahrungsaustausches mehrerer regionaler Verkehrsbetriebe am Freitag. „Wir müssen jeden Tag neu bewerten und im Einzelfall entscheiden“, sagt Gentemann. Der Donnerstagmorgen sei extrem gewesen. Der erste Bus habe vom Betriebsgelände in Winkelsheide bis zur Bushaltestelle bei der AOK in Varel 45 Minuten gebraucht. Schon die Busfahrer, die mit ihren Privatwagen um 4.30 Uhr zur Arbeit gefahren seien, hätten von spiegelglatten Straßen in der gesamten Region berichtet. „Wir hatten gar keine andere Wahl, als den Busverkehr einzustellen“, so Gentemann. Die Sicherheit stehe nämlich an oberster Stelle. Für die Busfahrer gelte die Maxime: Wenn die Straßenverhältnisse zu schwierig sind, rechts ranfahren und abwarten. Zeit spielt dann keine Rolle. 24 Busse sind für Bruns im Schüler- und Behindertenverkehr im Einsatz.

Im Vorfeld der Entscheidung, ob der Schulunterricht ausfällt, stehen Bruns und andere Busunternehmen in ständigen Kontakt zum Landkreis Friesland und zur Leitstelle. Die Idee, Sammelplätze an wenigen Haltestellen einzurichten, damit die Busse nur auf den Hauptverkehrsstraßen fahren müssen, wird laut Gentemann diskutiert, sei aber nicht ohne Weiteres umzusetzen. Problematisch sei, in diesen Notfällen alle Familien mit Schülern rechtzeitig zu informieren.

Der Landkreis Friesland ist bestrebt, dass der Schulunterricht in Zukunft auch bei Schnee und Eis stattfindet. Eltern sollen sich untereinander organisieren und Fahrgemeinschaften bilden. Nach Auskunft des Gemeindeunfallverbandes in Oldenburg ist das keine Problem. Die Kinder und Jugendlichen seien auf dem Weg zur Schule und wieder nach Hause versichert, auch wenn sie im Auto der Nachbarn oder von Freunden mitfahren.

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Schulausfall ja oder nein ist bei Schnee und Eis in aller Munde. Über die Kindergärten spricht aber niemand. Der Betrieb läuft ohne Störungen weiter. „Viele Eltern äußern ihr Unverständnis darüber, dass die Schule ausfällt. Ihre Kinder besuchen bei Glatteis auch den Kindergarten“, berichtete Ingrid von Minden, stellvertretende Leiterin des Kindergartens Sankt Martin in Dangastermoor. Sie höre immer wieder, dass ihre Eltern ihre Kinder in solchen Fällen auch selber zur Schule bringen würden; denn sie müssten ja selber auch zur Arbeit.

Auch Gabriele Schmidt vom Kindergarten Sankt Bonifatius bestätigte, dass selten ein Kind aufgrund von Schnee und Eis fehle. „Die Eltern bauen darauf, dass der Kindergarten in jedem Fall geöffnet ist; denn viele Eltern sind berufstätig und könnten ihre Kinder in der Zeit nicht betreuen.“ Außerdem kämen die Kinder bei Schnee und Eis gerne in den Kindergarten. Schmidt: „Unsere Kinder sind keine Stubenhocker. Die haben bei dem Wetter viel Spaß draußen.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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