Jever Das war eine Steilvorlage für Werner Menke: Portugal ist das Partnerland der 12. Zugvogeltage im Nationalpark Wattenmeer. Damit war klar, dass er den Vortrag über das Partnerland halten würde. Schließlich hat er in den 1980er Jahren sechs Jahre an der deutschen Schule in Porto unterrichtet und seitdem zahlreiche Urlaube im Land verbracht. Und was er an Naturbeobachtungen aus dem Land zu erzählen wusste, ging weit über Zugvögel hinaus.

So erinnerte er daran, dass das Land im Westen der Iberischen Halbinsel schon im 16. Jahrhundert sein goldenes Zeitalter hatte und später ein bedeutendes Kolonialreich aufgebaut hat. Ganz Südamerika war zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt. Erst mit der „Nelkenrevolution“ in Portugal 1974 wurden die letzten Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen.

Die meisten Urlauber kennen die so genannte Fels-Algarve im Westen mit einsamen Badebuchten – daneben gibt es die Sand-Algarve im Osten mit langen Sandstränden und schmalen Düneninseln; sie schützen als Barriere ein flaches Lagunensystem, die Ria Formosa.

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„Dieser Küstenbereich entspricht in vielem unserem Wattenmeer und hier machen auch viele ,unserer‘ Zugvögel Rast oder schlagen ihr Winterquartier auf“, berichtete Menke. Dort sind „alte Bekannte“ zu treffen wie Säbelschnäbler, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer, Schwarz- und Weißstorch, Brandseeschwalbe und viele andere. Denn Zugvögel folgen häufig der Küstenlinie.

Das mediterran geprägte Klima der Algarve bedingt aber auch eine im Vergleich zum Wattenmeer andersartige und viel reichhaltigere Tier- und Pflanzenwelt. So ist Portugal auch das Einfallstor für exotische Arten. Nur in Portugal und in Ostasien gibt es die Blauelster. Neuere Forschungen haben belegt, dass sie sich wohl schon vor der Eiszeit über Nordeuropa bis Asien verbreitet hat. Durch die Eiszeit sind dann beide Populationen getrennt worden. Diese Erklärung, die sich vor allem auf die größeren genetischen Unterschiede der beiden Populationen stützt, hat die lange Zeit favorisierte Annahme abgelöst, dass die Blauelster von den portugiesischen Seefahren mit in ihre Heimat gebracht worden ist, berichtete Menke.

Der nächste WAU-Vortrag

„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da – Neues über Fledermäuse in unserer Küstenregion“ von Lothar & Petra Bach (Büro Freilandforschung Bremen) beginnt am Dienstag, 17. November, um 19.30 Uhr im Anton-Günther-Saal Jever. Corona-bedingt gilt reduzierte Teilnehmerzahl; Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 04461/ 4298.

Und dann gibt es in Portugal auch noch charakteristische Arten die nur dort brüten: Der Madeira-Buchfink zum Beispiel, der Steinrötel – ein ausgesprochener Langstreckenzieher, der in den Savannen Afrikas südlich der Sahara überwintert –, der Einfarbstar und der Häherkuckuck.

Das Programm der 12. Zugvogeltage

16. Oktober:
 Wangerooge: Vogelzug live erleben ; 10 Uhr; Treffpunkt: Friedrich-August-Straße 18
 Carolinensiel: Early Bird-Bio-Frühstück mit anschließender Zugvogelbeobachtung; 7.30 bis 10 Uhr; Gulfhof Friedrichsgroden Nach den Sternen reisen – wie Menschen und Zugvögel ihren Weg finden; Anmeldung bis 15. Oktober unter 0173/9978 231 oder info@waddensea.travel. 17.30 bis 21 Uhr; Gulfhof Friedrichsgroden
 Jever: Poesie des Vogelzuges – Lyrische Teestunde in den „Leidenschaften“ mit Werner Menke ; Anmeldung unter 04461/ 9254820 oder info@teehaus-jever.de; 17 Uhr; Teehaus „Leidenschaften“, Am Kirchplatz 25

17. Oktober:
 Wangerooge: VogelKUNST Wangerooge: Preisverleihung, 15 Uhr; Kleiner Kursaal
 Carolinensiel: Vortrag „Mit dem Säbelschnäbler nach Portugal“, Anmeldung bis 14.Oktober unter www.wattwanderzentrum-ostfriesland.de, Tel. 0173/ 9978231; 19 Uhr; Gulfhof Friedrichsgroden

18. Oktober:
Zugvogelfest zum Abschluss der 12. Zugvogeltage: Livestream zur Gewinnerauslosung der Kindermalaktion und Bekanntgabe der Aviathlon-Ergebnisse:


 Schillig: Watt für Watvögel– Ein kurzer Besuch im größten Fly-In-Restaurant Wattenmeer; Anmeldung unter 04465 570 (AB); 9.30 Uhr; Beachclub 8°Grad Ost (Utkiek)

Für alle Veranstaltungen gilt: Anmeldung und Hinterlassen der Kontaktdaten im Nationalpark-Haus erforderlich. Für Exkursionen sind Regenkleidung, robustes Schuhwerk und Fernglas erforderlich.

    www.zugvogeltage.de/zugvogelfest

Komplettes rogramm unter www.zugvogeltage.de

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