Jeringhave „Stillstand kennen wir nicht, und die Ideen gehen uns auch nie aus – mit Betonung auf NIE!“ Selbstbewusst begrüßten die Frauenbeauftragte Manuela Janßen und Werkstattrat Steffen Bitter am Donnerstagmittag die Gäste vor dem traditionellen Grünkohlessen, zu dem die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Jeringhave am Donnerstagmittag eingeladen hatte. Und das war mehr als ein Versprechen.

In Ihrer Rückschau auf 2018, in dem die Einrichtung der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit ihren 50. Geburtstag feierte, gingen sie vor allem auf das Projekt „Geiht nich, gifft nich“ ein. „Das war der erste Spielfilm der GPS“, sagte Steffen Bitter. 13 Schauspieler erfüllten sich in diesem ihre Träume: „Sie waren spitze.“

Neben den Bürgermeistern aus Varel und Bockhorn sowie Vertretern aus Zetel waren Abordnungen von vielen Firmen und Institutionen der Region, Mitglieder der Feuerwehr Borgstede-Winkelsheide und des Fördervereins, die Nachbarn sowie Frieslands Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch in die Werkstatt gekommen. „Unser Netzwerk wird immer größer“, freute sich Steffen Bitter. Manuela Janßen forderte alle auf: „Wir brauchen Euren Rückenwind, damit alles gelingt.“

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Und in den vergangenen zwölf Monaten ist den Mitarbeitern eine Menge gelungen. „Stillstand haben wir wirklich nicht“, betonte Werkstattleiterin Heike Sander. Besonders Stolz ist sie, dass fast ein Viertel der insgesamt 196 Mitarbeiter in Außenarbeitsgruppen oder Außenarbeitsplätzen beschäftigt sind. Sie arbeiten unter anderem beim Gartenamt der Stadt Varel, im Café „Gut drauf“ im Kreisdienstleistungszentrum oder sind in der Gartenbaugruppe tagtäglich unterwegs.

„Inklusion geht immer weiter“, sagte Heike Sander, „es gibt nur eine Richtung, den Vorwärtsgang.“ Für die Arbeitgeber bedeute dieses aber mitunter auch, neue Erfahrungen zu machen. „Man muss die Arbeit von der Denke des Menschen mit Behinderung angehen“, sagte die Leiterin: „Das Tempo kann man anpassen.“

Davon berichtete auch Karl-Heinz Funke, der einen GPS-Mitarbeiter auf seinem Hof beschäftigt. „Das klappt sehr gut“, hat er festgestellt und den Mitarbeiter nach sechswöchiger Probezeit nun fest beschäftigt.

Auch 2019 hat die Werkstatt eine Menge vor. So soll die Eigenfertigung, zum Beispiel von Kerzen, weiterentwickelt werden, blickte Heike Sander voraus. Zudem werden drei Gruppen in der Tagesförderstätte zusammengelegt. Dann arbeiten Menschen mit schwerem und weniger Unterstützungsbedarf zusammen. Es soll auch mehr Sport- und Gesundheitsangebote geben. „Wir wollen eine Laufgruppe gründen“, sagte Heike Sander. Das Ziel: die Teilnahme am Hospizlauf am 25. Mai.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement / Redakteur
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