Jeringhave Die GPS-Werkstatt in Jeringhave blickt auf ein bewegtes Jahr zurück: Am Donnerstag hatte die Werkstatt zum alljährlichen Grünkohlessen wieder Nachbarn, Freunde und Unterstützer eingeladen und einen Überblick über das vergangene Jahr gegeben. Bei der GPS ist nach wie vor viel in Bewegung, wie Werkstattrat Steffen Bitter und Leiterin Heike Sander erklärten. Einiges, was in den vergangenen Monaten angeschoben wurde, wird bald umgesetzt.

Ein wichtiges Projekt für die GPS: In Zukunft wird auch eine Gruppe aus der Werkstatt bei Premium Aerotec arbeiten. Die Werkstatt arbeitet schon länger mit dem Flugzeugzulieferer zusammen. Bislang aber immer aus der hauseigenen Werkstatt heraus. Ab Februar gehen die GPS-Beschäftigten dann direkt ins Werk.

Im März übernehmen GPS-Beschäftigte zudem das Bistro im Lothar-Meyer-Gymnasium in Varel. Dabei handelt es sich um eine völlig neue Zusammenarbeit. Dort werden die GPS-Beschäftigten rund 1000 Schüler mit Frühstück versorgen. „Insgesamt gibt es dann 35 Orte, an denen Werkstatt Jeringhave passiert“, sagte Heike Sander. Von den 188 Beschäftigten arbeiteten dann mehr als 70 außerhalb der Werkstätten. „Wir können mit Fug und Recht behaupten: Die Region ist unsere Werkstatt.“

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Wie sehr die GPS-Werkstatt mittlerweile in der Region verankert ist, wird auch daran deutlich, dass es für alle Firmen, bei denen Beschäftigte der GPS untergekommen sind, einen eigenen Termin gibt. Wären Vertreter der Firmen bei dem Grünkohlessen dabei, hätte die GPS-Werkstatt ein Platzproblem. Die zusätzlichen 50 bis 60 Menschen könnten dort gar nicht untergebracht werden.

Aber auch innerhalb des Hauses standen einige Weiterentwicklungen an. Zum Beispiel bei der Produktion der „nordseefreundlichen“ Kisten, die aus Palettenresten der Papier- und Kartonfabrik gefertigt werden. „Wir haben uns den Begriff jetzt auch schützen lassen“, erklärte Heike Sander. In Absprache mit den anderen GPS-Werkstätten in der Region gehe man in einigen Bereichen nun von der Herstellung kleinerer Mengen zur Serienproduktion über.

In Zusammenarbeit mit der Jade Hochschule habe man sich zudem intensiv mit dem Thema Marketing auseinandergesetzt. „Da sind wir einen großen Schritt weiter und haben uns auf dem Markt für handgemachte und ökologische Produkte weiterentwickelt. Das ist ein Schwerpunkt in unseren Gruppen“, sagte Heike Sander.

Gut beschäftigt über das ganze Jahr seien die Schlosser der Jeringhaver Werkstatt. Sie würden immer wieder von Betrieben abgerufen, um Unterstützung zu leisten. „Da können wir sehr flexibel reagieren und das funktioniert auch richtig gut“, so Sander. Möglich sei das nur dank der engagierten Mitarbeiter.

Außerdem ist in der Werkstatt eine Gruppe aus dem Förderbereich, also mit Menschen, die einen höheren Unterstützungs- und Pflegebedarf haben, nun in den Arbeitsbereich umgezogen, um dort mitarbeiten.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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