Varel Seit Heiko Theilen 2007 als Geschäftsführer die Maschinenbau-Sparte der Heinen-Holding an der Achternstraße in Varel übernommen hat, geht es steil bergauf. Jetzt konnte Heiko Theilen gleich zwei gute Nachrichten verkünden: Er hat das ehemalige Heinen-Fabrikgelände gekauft und 2012 einen Rekordumsatz in Höhe von 16 Millionen Euro erzielt.

Damit ist die Traditionsimmobilie wieder in Vareler Hand. 1856 hatte Anton Heinen in der Achternstraße eine Gelbgießerei gegründet, im Jahr 2000 war das 23 000 Quadratmeter große Heinen-Fabrikgelände verkauft und seitdem gemietet worden, zuletzt gehörte es der Tekno-Verwaltungsgesellschaft.

Die Firma Heinen Freezing ist jetzt Mieter und gleichzeitig Hauptkunde. Theilen Maschinenbau fertigt Maschinen, Anlagen und Komponenten für die Nahrungs- und Genussmittel-, chemische und pharmazeutische Industrie sowie den Sondermaschinenbau. 2012 konnte die Firma ihr Leistungsspektrum erweitern mit eigenen Produkten wie beispielsweise kontinuierlichen Bandtrocknern im Umluftverfahren beispielsweise für die Tabak-, Textil- und Kunststoffindustrie. Die Firma ist international aufgestellt. „Fünf Systeme gingen nach Indien, China, Korea, Deutschland und in die Türkei“, berichtet Heiko Theilen, „sie wurden vor Ort montiert und in Betrieb genommen“.

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Ein wichtiger Schritt war auch die Gründung einer eigenen Konstruktionsabteilung, über die die Firma zusätzliche Fertigungsaufträge mit Konstruktionsanteil generieren konnte wie Sonderanlagen für die Düngemittelindustrie, Tankanlagen für die Genussmittelindustrie und Rohrleitungen für die Pharma- und chemische Industrie.

2013 wurde zudem eine Technik-Testzelle gebaut, alle Prozesse sind TÜV-zertifiziert und der Betrieb gilt offiziell als Schweißfachbetrieb. „Erweitert wurde auch das Leistungsspektrum im Zerspanungsbereich“, ergänzt der kaufmännische Leiter Hartmut Ostendorf-Walter, „dafür wurde eine halbe Million Euro investiert“.

Den Umsatzrekord von 16 Millionen Euro im Ausnahmejahr 2012 führen Theilen und Ostendorf-Walter auf mehrere Faktoren zurück: den Boom in der Tabakindustrie, die gute Geschäftslage von Heinen Freezing und die Entwicklung von eigenen Produkten im Bandtrocknerbereich. Sie werden im Gegensatz zu früher zu 100 Prozent im Unternehmen selber ausgelegt, entwickelt, konstruiert und gefertigt. Dafür wurden eigene Verfahrenstechniker und Ingenieure eingestellt. Mit 68 Mitarbeitern ist Heiko Theilen 2007 gestartet, mittlerweile sind es 115. Auch Ausbildung wird großgeschrieben. 22 Auszubildende zählt das Unternehmen, 2014 sollen sechs neue hinzukommen.

Ziele für die Zukunft sind die Optimierung der Komponentenfertigung und die Modernisierung der Gebäude. Zudem will Theilen Maschinenbau verstärkt eigene Produkte am Markt anbieten.

Traute Börjes-Meinardus Redakteurin / Redaktion Varel
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