Horum Noch ist nicht viel mehr zu sehen als die nackte Erde, aber in ein paar Wochen werden auf dem Feld von Landwirt Burkhard Mennen in Horum nicht nur bunte Blumen blühen, sondern auch zahlreiche Insekten Unterschlupf und Nahrung finden. Auf drei weiteren Flächen in Schillig und Förriener Hammrich hat er ebenfalls Blühmischungen ausgesät und kommt so auf eine Gesamtfläche von knapp 23 000 Quadratmeter.

„Ich habe schon letztes Jahr Blühflächen angelegt. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich das dieses Jahr gern wiederhole“, begründet er sein Engagement für den Artenschutz. Auch im eigenen Garten hatte der Landwirt aus Horum eine Insektenwiese angelegt, die den ganzen Sommer über geblüht und zahlreiche Insekten angelockt hat.

Mindestens 81 Hektar

Neben Burkhard Mennen haben viele weitere Landwirte im gesamten Landkreis Friesland Blühstreifen und -Wiesen auf ihren Flächen ausgesät. 22 von ihnen haben das Angebot des Landkreises Friesland genutzt, der ihnen das Saatgut kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Gut 220 Kilo ein- und mehrjährige Blühmischungen sind über die untere Naturschutzbehörde verteilt und auf rund 17 500 Quadratmetern Fläche ausgebracht worden.

Hinzu kommen weitere Landwirte im Südkreis, die das kostenlose Saatgut über den Landvolkverband Ammerland bezogen haben.

Wie groß die Blühstreifen und -flächen im Landkreis insgesamt sind, lässt sich zurzeit noch nicht sagen. Die Daten werden bei der Landwirtschaftskammer gesammelt und erst später im Jahr ausgewertet. Der Kreislandvolkverband Friesland rechnet damit, dass die Fläche mindestens so groß sein wird wie im vergangenen Jahr, als in Friesland auf insgesamt 81,1 Hektar oder 811 000 Quadratmetern landwirtschaftlicher Nutzfläche Blühflächen angelegt worden sind.

In dieser Statistik noch nicht mitgezählt sind die vielen kleineren Maßnahmen wie etwa die Sonnenblumenstreifen, die viele Landwirte entlang ihrer Maisfelder einsäen.

Der Kreislandvolkverband Friesland beteiligt sich zudem an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ der niedersachsenweiten Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“.

In Zusammenarbeit mit dem Bieneninstitut Celle wurde ein umfangreicher Katalog von möglichen Maßnahmen entwickelt, denn nicht nur Blühstreifen, sondern auch Unkrautecken, große Sandhaufen oder das Liegenlassen von Altholz bieten Wildbienen Schutz und Lebensraum.

Bienenfreundlichkeit

Sammelt ein Teilnehmer mindestens fünf Punkte, bekommt er für ein Jahr das Siegel „Bienenfreundlicher Landwirt“ verliehen.

Auch Burkhard Mennen nimmt an der Aktion teil und wird in den nächsten Wochen entsprechende Schilder am Rand der Blühflächen aufstellen, um Passanten für das Thema zu begeistern – damit es künftig nicht nur am Ackerrand, sondern auch in Gärten und auf den Balkons in den Innenstädten und Dörfern noch mehr summt und brummt.

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