Hooksiel Die Hooksieler fordern mehr Unterstützung bei der Belebung des alten Hafens und des Gästehauses. Sie fühlen sich im Vergleich zu Horumersiel und Hohenkirchen benachteiligt. Und sie beklagen, dass die Gemeindeverwaltung viel zu wenig über ihre Pläne informiert. Bei der Hauptversammlung des Seebadevereins hagelte es viel Kritik.

Vorsitzender Erwin Abels mahnte, dass am alten Hafen nun endlich etwas geschehen muss, damit sich die Gäste dort wieder wohl fühlten. Der Hafen liege tot da und auch die Hafenmauer weise Absonderlichkeiten auf, die es abzustellen gelte. „Wo kein Mast zu sehen ist, fahren Gäste wieder weg“, sagte Abels.

Über die Belebung des alten Hafens wird schon lange diskutiert – erst vor einigen Wochen hatte der neue Tourismus-Verein „Das Wangerland“ ein Konzept an die Gemeinde übergeben. Wangerlands stellvertretender Bürgermeister Richard Herfurth berichtete, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis sei ebenfalls ein Konzept in Arbeit. Überlegt werde, ob man einen Zweckverband nach dem Muster von Harlesiel gründen solle.

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Sorgen bereitet den Hooksielern der Sandabtrag, durch den der Badestrand immer schmaler wird. „Auf Wangerooge passiert etwas dagegen, bei uns nicht“, wurde moniert. Angeregt wurde, eine mehrere hundert Meter lange einfache Mole in Eigenarbeit aus Sandsäcken zu bauen.

Das Freizeitgelände ist ein weiteres Sorgenkind. Offensichtlich fehlt Geld, um es schöner zu gestalten, kritisierte die Versammlung. Ex-Bürgermeister Dietrich Gabbey wollte wissen, was es mit den Gerüchten um eine Verlegung der Trabrennbahn und des Sportplatzes zugunsten einer touristischen Großanlage auf sich hat. Angeblich würde darüber bereits verhandelt – „wir werden in solche Überlegungen leider nicht einbezogen“, beklagte er.

Schon länger kursieren außerdem Gerüchte, dass das Gästehaus demnächst verkauft wird – die Hooksieler sehen das mit Sorge. Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik, bestätigte, dass nach einem vom Gemeinderat 2013 gefassten Beschluss das Gästehaus zum Verkauf steht. „Interessenten gibt es“, sagte er.

Gabbey erinnerte daran, dass ursprünglich für die Nutzung jährliche Betriebskosten von 500 000 Mark eingeplant waren. Man habe dafür die Kurtaxe erhöht, das Geld aber für anderes ausgegeben. „Wenn wir Hooksiel als Top-Adresse erhalten wollen, brauchen wir das Haus und müssen es Schritt für Schritt mit Leben füllen“, betonte Gabbey.

Der Rat solle seinen Beschluss revidieren, weil für das Gästehaus erhebliche öffentliche Mittel geflossen sind „und wir bei einem Verkauf wohl keine Zuschüsse für andere Vorhaben mehr erhalten werden“.

Kanning berichtete zudem, dass ein Interessent auf dem 7500 Quadratmeter großen Grundstück nördlich des Hallenwellenbads ein Boardinghouse (Appartementhotel) bauen will.

Mitglieder, die viele Jahre dem Vorstand angehörten und nicht wieder kandidierten, wurden geehrt und mit Präsenten bedacht. Es waren Antje Suckert (27 Jahre), Horst Riethmüller (36), Wilfried de Vries (18) und Ewald Ehlebracht (27).

Ehlebracht hatte als stellvertretender Kassenführer zuvor über eine sehr gute Kassenlage und aktuell 342 Mitglieder berichtet. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und Vorsitzender Abels für drei Jahre wiedergewählt. Neue Stellvertreter sind Dieter Schäfermeier und Uwe Gaudian. Kassenwartin ist Insa Peters, (Stellvertreter Benjamin Ranft), Schriftführerin Sandra Riedel (Stellvertreterin Nadine Peters) und Beisitzer sind Günter Schwarz und Karin Ortmanns.

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