Hooksiel Viel Unterstützung für die Hooksieler Bürgerinitiative für den Erhalt des Hallenwellenbad und gegen den Verkauf des Gästehauses Hooksiel: Am Donnerstag versammelten sich erneut mehr als 150 Befürworter der Initiative und gaben damit den Sprechern Dietrich Gabbey, Günter Schmöckel und Dieter Schäfermeier neuen Schub für ihre Arbeit. „Das hat es in Hooksiel noch nie gegeben“, befand Günter Schmöckel stolz.

So geht es weiter:

Der Verwaltungsausschuss tagt am Montag, 2. März. Wird die Ablehnung des Bürgerbegehrens zum Hallenwellenbad zurückgenommen, müsste der Rat dies noch in seiner nächsten Sitzung bestätigen. Dem Bürgerbegehren gegen den Verkauf des Gästehauses kann stattgegeben werden.

Das bisher gesammelte Geld für das erste Bürgerbegehren (ca. 10 000 Euro) wird teilweise für Rechtsberatung verwendet. Was übrig bleibt, soll an die Kindergärten im Wangerland fließen.

Für das Bürgerbegehren zum Gästehaus wird ein weiteres Konto eingerichtet. Am Infoabend wurden dafür schon einmal knapp 1000 Euro gesammelt

Schäfermeier berichtete dabei kurz von dem „Runden Tisch“, zu dem die Wangerland Touristik (WTG) eingeladen hatte: Da der sich ausschließlich um das Hallenbad drehte und das ins Spiel gebrachte Gutachten zum Betrieb des Bads von der BI nicht mitgetragen werden kann, sei man ohne Ergebnis auseinandergegangen.

Gegen zentrales Bad

Für die Bürgerinitiative steht fest: Statt ein neues Bad zentral im Wangerland zu bauen, wäre sinnvoller, das Geld in die bestehenden beiden Bäder zu stecken. „Das Meerwasserhallenwellenbad ist ein Alleinstellungsmerkmal im Umkreis von 100 Kilometern“, betonte Gabbey: Das Bad müsse ertüchtigt und das Gästehaus mit Leben gefüllt werden, forderte er. Hooksiel punkte schließlich mit über 700 000 Übernachtungen im Jahr.

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Zugleich forderte Gabbey die WTG und den Bürgermeister auf, offen zu legen, wenn sie mit Investoren verhandelten – der Gästehaus-Verkauf wird zurzeit nur hinter verschlossenen Türen besprochen.

Und Gabbey forderte, dass die WTG sich stärker als Dienstleister der Wangerländer Bürger aufstellen sollte. Dem widersprach indes WTG-Geschäftsführer Armin Kanning: „Mein Arbeitgeber sagt, die WTG ist ausschließlich für den Tourismus da.“

Er räumte allerdings ein, dass er über die Verhandlungen zum Verkauf des Gästehauses früher hätte informieren können. „Allerdings ist es schwierig, bei solchen Verhandlungen Öffentlichkeit herzustellen – in Investoren-Gesprächen laufen viele Interna nebenher.“

Mehr Veranstaltungen

Gabbey nannte das Gästehaus Hooksiel das „ungeliebte Kind“ der Kurverwaltung. „Aber auch ungeliebte Kinder muss man begleiten“, sagte er.

Die Ratsfraktionen haben beschlossen, dass Hooksiel wieder Nordseebad werden soll – „das 1993 gebaute Gästehaus gehört unbedingt dazu. Wo sollte denn ein neues Gästehaus in Hooksiel mit einer Anlaufstelle für die WTG hin?“ fragte Gabbey. Und aus genau diesem Grund hat die BI nun ein Bürgerbegehren für den Erhalt des Hauses beantragt.

Wie Erwin Abels, Vorsitzender des Seebadevereins berichtete, gab es früher die Gästebegrüßung im Gästehaus. „Da kamen die Gäste hin und lernten das Haus kennen.“ Doch da die Kurkarten heute in den Pensionen ausgegeben werden, komme niemand mehr ins Gästehaus, meinte Schäfermeier.

Das BI-Lenkungstrio Gabbey-Schmöckel-Schäfermeier wurde auch als Sprecher für das zweite Bürgerbegehren zum Erhalt des Gästehauses legitimiert.

Genau wie beim Bürgerbegehren zum Hallenwellenbad sind alle Wahlberechtigten in der Gemeinde Wangerland abstimmungsberechtigt. Zuvor wird es zur Erklärung, worum es geht, einen Brief an alle Bürger geben.

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