Schortens Die drei Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Schortens blicken auf ein ereignisreiches Jahr mit einer hohen Einsatzdichte zurück. Insgesamt mussten die Aktiven zu 172 Einsätzen ausrücken, das ist gegenüber 2014 eine Steigerung um 16 Prozent.

„Vor allem die Türöffnungen und die Tragehilfen haben stark zugenommen“, berichteten Schortens’ Stadtbrandmeister Egon Onken und sein Stellvertreter Timm Harms auf der gutbesuchten Jahreshauptversammlung der drei Wehren am Freitagabend. „Wir haben zwar bisher noch jede Tür aufbekommen, aber das Öffnen kostet uns wertvolle Zeit und kann großen Schaden an der Tür anrichten“, sagte Onken. Deswegen appellierte er vor allem an ältere Menschen einen Zweitschlüssel zu Haus oder Wohnung bei Verwandten oder Nachbarn zu deponieren.

Einsätze, Geehrte und Beförderte der Feuerwehren in Schortens

Insgesamt wurden die Aktiven der drei Freiwilligen Feuerwehren in Schortens 2015 zu 172 Einsätzen gerufen. 2014 waren es 148 Einsätze. Die Ortswehr Schortens rückte zu 100 Einsätzen aus (2014:89), die Ortswehr Sillenstede verzeichnete 41 Einsätze (2014:39), die Ortswehr Accum wurde zu 31 Einsätzen gerufen (2014:20).

Beförderungen: Der stellvertretende Stadtbrandmeister Timm Harms wurde zum Hauptlöschmeister und Accums Ortsbrandmeister Rene Oelrichs Garcia zum Oberbrandmeister befördert.

Ehrungen: Für 25 Jahre in der Ortswehr Sillenstede wurde Diedrich Emken geehrt; für 25 Jahre in der Ortswehr Schortens wurde Henning Schuster geehrt, ebenfalls 25 Jahre in der Ortswehr Schortens ist Thomas Störk. Für 40 Jahre in der Ortswehr Accum wurde Herbert Schwiering geehrt; für 50 Jahre in der Ortsfeuerwehr Schortens wurden Wolfgang Henschken, Werner Rüter und Helmut Kirchhoff geehrt. Für 60 Jahre in der Ortswehr Accum wurde Heinz Dörschlag geehrt.

Insgesamt bestehen die drei Schortenser Wehren aus 211 Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen. In der Einsatzabteilung sind 128 Aktive, in der Jugendabteilung sind 46 Jugendliche, die Altersabteilung besteht aus 37 Kameraden.

Selbst im noch jungen Jahr 2016 wurden die Feuerwehrleute in Schortens laut Onken bis jetzt bereits zu drei Türöffnungen gerufen. „Bei zweien kam leider jede Hilfe zu spät“, sagte er. Er lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit den Rettungskräften und bedankte sich bei den Mitarbeitern der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Jever, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Technischen Hilfswerk (THW), der Polizei, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und den Notfallseelsorgern, den Funktionsträgern der Feuerwehr auf Kreisebene und in den Nachbarkommunen sowie der Stadtverwaltung und den Notfallseelsorgern.

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Brände und Unfälle

Unter anderem rückten die Aktiven neben mehreren Gebäudebränden und Verkehrsunfällen aus wegen einer Suizidandrohung mit erfolgtem Suizid, sie kamen einer Person zu Hilfe, die unter einem Baum eingeklemmt war, halfen beim Löschen des Brandes in der Flüchtlingsunterkunft in Jever, löschten Schwel-, Waschmaschinen-, Container- und Heckenbrände. Die Ortswehr Schortens übernahm den Brandschutz der Stadt Wilhelmshaven, weil alle die gesamte Stadtfeuerwehr beim Großbrand Jadestahl eingebunden war (die   berichtete).

All’ diese und noch viel mehr Einsätze bewältigen insgesamt 128 Aktive in der Einsatzabteilung. „Zurzeit haben wir in allen drei Ortswehren keine bedenklichen Personalprobleme, allerdings haben wir tagsüber teils Schwierigkeiten mit der Personalstärke, da viele Kameraden auswärts arbeiten“, sagte Onken.

Ein Betrieb, bei dem von zehn Mitarbeitern drei bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind und regelmäßig für Einsätze freigestellt werden, wurde im Zuge der Versammlung als besonders feuerwehrfreundlich ausgezeichnet: die Schuster Recycling GmbH und Co. KG. Zudem unterstützt das Unternehmen die Feuerwehren auch seit Jahren finanziell. Claus Schuster nahm die Auszeichnung von Schortens’ Ortsbrandmeister Ralf Schmittmann, Stadtbrandmeister Egon Onken und Bürgermeister Gerhard Böhling entgegen.

Neuer Stadtjugendwart

Schortens’ stellv. Stadtbrandmeister Timm Harms appellierte an die Aktiven regelmäßig zur Untersuchung zu gehen, da regelmäßig eine „ärztliche Feuerwehrtauglichkeit“ nachgewiesen werden muss. „Einige müssen diese Untersuchung unbedingt noch machen, sie sind nämlich nicht mehr atemgerätetauglich“, sagte er.

Für Stadtjugendwart Ingo Carstens war dies die letzte Versammlung im Amt, er übergab an Sören Ideus.


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