von ulrich schönborn

Frage: Alle reden von Finanzhilfen für Banken und Großunternehmen. Gibt es eigentlich auch Hilfe für Handwerker und kleine Mittelständler, die wegen der Wirtschaftskrise in die Schieflage geraten?

Kirschner: Das ist leider nicht der Fall. Die kleinen Betriebe kriegen von der großen Politik kaum Unterstützung. Von den Milliardensummen, die derzeit gehandelt werden, kommt bei uns nichts an. Wenn es um große Firmen geht, reißen sich die Kreis-, Landes- und Bundespolitiker ein Bein aus. Das Handwerk wird vernachlässigt – obwohl auch wir in Friesland insgesamt rund 3000 Leute beschäftigen.

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Frage: Was fordern Sie?

Kirschner: Es müsste zum Beispiel wieder bessere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für Hausbauer geben, das würde das Bauhandwerk stützen. Wichtig wäre auch, die Kreditvergabe an kleine Betriebe zu erleichtern. Da könnte der Staat doch auch mit Bürgschaften helfen!

Frage: Wie ist derzeit die wirtschaftliche Lage im friesländischen Handwerk?

Kirschner: Zurzeit hat das Handwerk gerade in der Bauwirtschaft Winterpause. Es zeichnet sich aber ab, dass die Bauwirtschaft auch im Frühjahr schwach bleibt. Einige Firmen sind deshalb sicherlich schon in Schieflage geraten.

Frage: Spürt auch Ihr Betrieb die Auswirkungen der Konjunkturkrise?

Kirschner: Seit November schreiben wir kaum noch Angebote – das ist immer ein schlechtes Zeichen. Wenn keine Angebote abgegeben werden, kommen auch keine Aufträge rein. Wir können nur hoffen, dass sich das Geschäft schnell wieder belebt.

Der Staat sollte in der Wirtschaftskrise nicht nur an Banken und Großunternehmen, sondern auch ans Handwerk denken. Das sagt Elektromeister Harry Kirschner aus Hohenkirchen. Er ist Obermeister der Elektroinnung und stv. Kreishandwerksmeister in Friesland.

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