JEVERLAND Viele Gäste nutzten den Sonntag zum Besuch der Museen des Jeverlands. In Neustadtgödens stand das Flachsspinnen im Zentrum.

Von Kirsten Homola

und Annette Kellin

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Ein Museumserlebnis für alle Sinne gab es am Sonntag zum Internationalen Museumstag im Landrichterhaus in Neustadtgödens. Hier konnten die Besucher selber einmal ein historisches Handwerk, das Flachsspinnen, ausprobieren. Außerdem führte Graf Philipp Burchard von Frydag alias Werner Kleinschmidt die Gäste durch den Ort und erläuterte ihnen allerhand Wissenswertes.

Besucherin Hanna Thiedemann aus Wilhelmshaven war begeistert von dem Angebot. „Ich hatte bisher noch nie Gelegenheit, so etwas einmal aus der Nähe zu betrachten.“ Flachsspinnerin Gunda Kleinschmidt nahm sich Zeit für ein intensives Gespräch über das Handwerk, das in Neustadtgödens vor allem zur Blütezeit der Mennoniten eine große Bedeutung hatte.

Für Gunda Kleinschmidt war es deshalb selbstverständlich, wie eine Mennonitin gekleidet zu sein: „Dunkle, schlichte Kleidung ohne jeden Schmuck, selbst Knöpfe waren nicht erlaubt. Dazu trugen die Frauen eine schlichte Haube“, erzählte sie.

Sie wusste auch sonst allerhand zu berichten, zum Beispiel, dass es früher durchaus üblich war, in den Spinnstuben politische Gespräche unter Frauen zu führen. Männer seien da nicht mit einbezogen worden, sagte sie.

Das Museum im Landrichterhaus müsse sich erst noch in der Museumslandschaft etablieren, sagte Stephan Horschitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zweckverbandes Schlossmuseum, zu dem das Landrichterhaus seit kurzem gehört. So sei man hier noch nicht so überlaufen und habe Zeit für die Gäste.

Viele Besucher nutzten auch das Angebot des Schlossmuseums Jever zum Internationalen Museumstag. Mit dem Türmer Werner Kleinschmidt stiegen rund 40 Interessierte auf den Schlossturm und genossen bei gutem Wetter und klarer Sicht den schönen Blick über die Marienstadt. Nebenbei erfuhren sie Wissenswertes über Land und Leute.

Karin Steiner als Kastellanin erzählte bei ihrer Führung den Gästen, wer das Schloss im 18. Jahrhundert bewohnte und wie es von innen aussah. Die Kinder konnten mit Schlossratte Remmer auf Entdeckungstour im Dachgeschoss gehen oder es sich in ihrer Dachkammer gemütlich machen.

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