VAREL Sven hält ein Kabel mit sieben Adern in der linken Hand. Mit der rechten Hand greift er zur Zange, um die rote, gelbe, weiße, grüne, blaue, schwarze und braune Isolierung ein Stück freizulegen. Sein Blick geht auch immer wieder auf den Schaltplan, um zu schauen, welche Ader welche Funktion hat. Sven lernt nicht den Beruf des Elektrikers, sondern er will Landwirt werden. Doch den Stecker für eine Anhängerkupplung zu montieren, gehörte am Donnerstag auch zu den Aufgaben der Auszubildenden in der Berufsbildenden Schule in Varel.

Zwei Landkreise beteiligt

Dort beteiligten sich 86 junge Männer und Frauen des ersten bis dritten Lehrjahres aus Friesland und der Wesermarsch am Berufswettbewerb der deutschen Landjugend. Das Motto: Grüne Berufe sind voller Leben – Wir lassen's wachsen. Ausgerichtet wird der Wettbewerb auf Kreisebene von der BBS und der Landwirtschaftskammer.

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Am Ende waren es Imke Hansing (Butjadingen), Nils von Deetzen (Schweiburg), Altje Janßen (Wittmund), Tobias Blankemeyer (Berne) und Renke Wittje (Bockhorn), die in den fünf Gruppen die besten Ergebnisse einfuhren und dafür jeder mit einer Bohrmaschine belohnt wurde. Nach der Siegerehrung spendierte der Landvolkverband Erbsensuppe und Getränke für alle Teilnehmer.

Vier Aufgaben

Um so weit zu kommen, mussten vier Aufgaben bewältigt werden. Neben dem praktischen Teil mit dem Stecker – jeder Landwirt hat auch mit Maschinen zu tun – mussten die jungen Leute 20 Körbe mit Saatgut und Futtermittel bestimmen. In einem Vortrag stellte jeder Auszubildende seinen Betrieb vor und erklärte, warum der Landwirt werden möchte. Im vierten Teil mussten schriftlich Fragen zu Getreide und Tierproduktion beantwortet werden.

95 junge Leute aus Friesland und der Wesermarsch lernen derzeit den Beruf des Landwirts. „Das sind so viele wie noch nie“, sagte BBS-Lehrer Frank Mühlenstedt. Grund seien zum einen die geburtenstarken Jahrgänge in der Altersklasse, zum anderen der Milchpreis. „Wenn der Milchpreis gut ist, entscheiden sich mehr junge Leute dafür, Landwirt zu werden. Ist er im Keller, versuchen mehr auf andere Berufe auszuweichen.“

Unter den 95 Auszubildenden sind zwölf junge Frauen. „Sie haben nicht selten Abitur und wollen nach der Lehre studieren“, erklärte Mühlen- stedt. Ansonsten sei unter den Auszubildenden das gesamte Bildungsspektrum vertreten. Es gebe auch Auszubildende, die keinen Hauptschulabschluss hätten.

Im ersten Ausbildungsjahr gibt es neben den normalen Lehrlingen die Berufsfachschüler Landwirtschaft, die noch keine feste Lehrstelle haben. Sie arbeiten einen Tag pro Woche auf einem Hof, zwei Tage praktisch in der BBS und haben an zwei Tagen theoretischen Berufsschulunterricht. Mühlenstedt wertete den Wettbewerb besonders für die schwächeren Schüler als gute Vorbereitung auf die späteren Abschlussprüfungen, weil die Situation fast identisch sei.

Berufsfachschule Varel (1. Lehrjahr): 1. Renke Wittje (Bockhorn), 79,55 Punkte 2. Arne Meinen (Bockhorn), 74,7 Punkte 3. Gerrit Ligthart (Varel), 74,35 Punkte

Berufsfachschule Brake (1. Lehrjahr): 1. Tobias Blankemeyer (Berne), 75,7 Punkte 2. Terrie Bijl (Ovelgönne), 47,75 Punkte

2. Lehrjahr: Gruppe 1 1. Altje Janßen (Wittmund), 82,7 Punkte 2. Janto Müller (Wangerland), 73,55 Punkte 3. Renke Siems (Westerstede), 73,3 Punkte Gruppe 2: 1. Nils von Deetzen (Schweiburg), 81,2 Punkte 2. Gerke Albers (Zetel), 77,8 Punkte 3. Tammo Haase (Varel), 77,5 Punkte

3. Lehrjahr 1. Imke Hansing (Butjadingen), 96,75 Punkte (zum Bezirksentscheid) 2. Alke Hartwig (Varel), 93,5 Punkte (zum Bezirksentscheid) 3. Henning Wilken (Wangerland), 92,8 Punkte (zum Bezirksentscheid)

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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