MINSENER OOG Das tiefe Fahrwasser der Jade wird durch die Strombauwerke Minsener Oog stabilisiert. Minsener Oog sorgt dafür, dass der Übergangsbereich von der Innenjade zur Außenjade von starken Verlandungen durch wandernde Sandbänke, so genannte Platen, frei bleibt. Das Spinnennetz der Buhnen trägt somit erheblich zur Reduzierung der Baggerkosten im Jadefahrwasser bei.

Das südlich von Wangerooge gelegene Rückseitenwatt wird durch die „Minsener Balje“ be- und entwässert. Die tiefe Rinne wird durch Stichbuhnen vom Hauptdamm Minsener Oogs ferngehalten. Die starke Ebbströmung in diesem Bereich führt an den Stichbuhnen zur Kolkbildung. Entlang der Stichbuhne 5 hatte sich ein 20 Meter tiefer Kolk gebildet, sagte das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven der NWZ .

Durch den tiefen Kolk war die Seitenböschung teilweise abgerutscht und das Bauwerk gefährdet. Hierfür wurden 20 050 Quadratmeter Sinkstücke angefertigt. Sinkstücke sind systematisch geschichtete und gebundene Strauchlagen, die beschwert und als Fundament versenkt werden. Aktuell werden 60 200 Tonnen Wasserbausteine – Granit aus Norwegen – eingebaut. Die Granitsteine werden anschließend mit 160 Kubikmetern speziellem Mörtel verklammert.

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Das nicht mehr benötigte Schienensystem auf dem Hauptdamm und der Stichbuhne 5 von Minsener Oog wird aus Gründen der Bauwerkssicherheit in diesem Zuge zurückgebaut. Mit den Sinkstückarbeiten wurde bereits im Januar begonnen. Die Sinkstücke wurden am Strand von Minsener Oog hergestellt, auf dem Wasserweg zur Einbaustelle transportiert und dort abgesenkt.

Die Sinkstückarbeiten wurden Ende März fristgerecht beendet, denn ab April begann die Brutzeit der Vögel auf den Strandbereichen, die eine Störung durch Flechtarbeiten in dem Vogelschutzgebiet nicht erlaubt hätten. Zurzeit erfolgen die Schüttsteinarbeiten zur Herstellung der Seitenböschungen. Die Arbeiten sollen Anfang September beendet sein. Die Kosten werden nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven bei rund 5,6 Millionen Euro liegen.

Dort, wo das Strombauwerk Minsener Oog liegt, soll sich der Sage nach früher das Dorf Minsen befunden haben. Die Fischer sollen einmal eine Nixe gefangen haben, die aus Rache für ihre Gefangenschaft das Dorf in den Fluten der Nordsee versinken ließ. Das sagenhafte „Minser Seewiefken“ wird noch heute im Wappen der Gemeinde Wangerland geführt. Eine von Karin Mennen geschaffene Bronzeskulptur auf dem Minser Norderaltendeich erinnert an die Sage.

Minsener Oog war zunächst eine Sandbank am Rand des Wattenmeers. Ab 1906 errichtete die Marinebaudirektion Wilhelmshaven dort Buhnen, um den von West nach Ost driftenden Sand der ostfriesischen Inselkette aus dem Fahrwasser für die Flotte der Kaiserlichen Marine herauszuhalten. Durch Sandaufspülungen aus der Jadevertiefung ist ab 1979 eine großflächige Düneninsel von 4,5 Kilometern Länge und rund 1,5 Kilometern Breite entstanden, die unter Naturschutz steht und die für in weiten Teilen Betretungsverbot besteht. Das Eiland ist gemeindefreies Gebiet und liegt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

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