Zetel /Hannover 35 junge Frauen und Männer aus Niedersachsen, darunter auch aus Friesland, haben ein „Weiterbildungsstipendium“ von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erhalten. Jedem Stipendiaten stehen für drei Jahre 6000 Euro zur Verfügung, die zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung genutzt werden können. Das Fördergeld kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bei der Auswahl der Seminare und der Antragstellung leistet die Landwirtschaftskammer Hilfestellung.

Gefördert wird Gerke Albers aus Zetel, der eine Ausbildung zum Landwirt auf dem Hof von Erna Helmerichs aus Zetel absolviert. Dort lernt auch Markus Berends aus Apen, der ebenfalls das Stipendium erhält. Ferner wird Tamme Hobbie aus dem Wangerland gefördert, der Landwirt auf dem Hof von Klausjan Meinen in Bockhorn lernt. Landwirtin wird auch Altje Janssen aus Wittmund. Die Stipendiatin absolviert ihre Lehre auf dem Hof von Hans-Hugo Woltmann im Wangerland.

„Beruflicher Erfolg ist nicht nur mit einem Studium möglich“, sagte Kammerdirektor Hans-Joachim Harms bei der Begrüßung der Stipendiaten, die jetzt zu einer Informationsveranstaltung in die Landwirtschaftskammer gekommen waren. Harms beglückwünschte die jungen Leute und bezeichnete das Geld als eine gute Investition in eine „Karriere mit Lehre“. Die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung bezeichnete der Kammerdirektor als „Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg“.

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Die Begabtenförderung gibt es seit 1991. Seitdem betreute die Landwirtschaftskammer 660 Absolventen der 14 grünen Berufe, darunter Gärtner, Land- und Forstwirte, Hauswirtschafterinnen, Tierwirte, Fachkräfte Agrarservice und Milchtechnologen.

In diesem Jahr erhalten mehr als ein Prozent aller Auszubildenden in Deutschland ein Weiterbildungsstipendium. Voraussetzung für die Auswahl kann neben einer herausragenden Abschlussprüfung auch die erfolgreiche Teilnahme an Berufswettbewerben sein. Berücksichtigt werden auch Jugendliche mit Migrationshintergrund und Absolventen mit Hauptschulabschluss. Für die Förderung der bundesweit rund 17 000 Stipendiaten wurden im vergangenen Jahr 22 Millionen Euro vom BMBF zur Verfügung gestellt.

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