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Politikerin aus dem Nordwesten
Siemtje Möller soll Staatssekretärin werden

SANDE Malaysia ist ein aufstrebendes Land, die Wirtschaft floriert. Dennoch gibt es eine moderne Form der Sklaverei, die vor allem Mädchen und Frauen betrifft: Sie arbeiten als Hausangestellte und haben keinerlei Rechte.

Daran soll sich etwas ändern. Anlässlich des Weltgebetstages, der am Freitag in zahlreichen Kirchengemeinden des Jeverlandes mit einem Gottesdienst und anschließenden Gesprächen gefeiert wurde, wurde eine Petition auf den Weg gebracht, die die Rechte der Hausangestellten deutlich verbessern soll.

Im Gottesdienst unter dem Thema „Steh auf für Gerechtigkeit“ wurde auch in Sande der Blick vor allem auf die Situation der Hausangestellten in Malaysia gelenkt. Oft sind die Frauen Opfer von Menschenhandel, ihnen wird der Pass abgenommen, sie haben keine soziale Absicherung, sind Beschimpfungen, Demütigungen und auch Gewalt bis hin zu sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Rund drei Millionen Hausangestellte gibt es in Malaysia, die zumeist für die reiche Bevölkerungsschicht tätig sind.

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Die Petition soll nun zur Verbesserung der Situation führen. In der Regel könne man politische Veränderungen im Laufe von rund zwei Jahren nach solchen Petitionen feststellen, erklärten Pastoralreferentin Michaela Voorwold und Diakonin Kirstin Pöppelmeier.

Voorwold hatte mit einem Team von Frauen den Gottesdienst in der katholischen Kirchengemeinde vorbereitet. Martina Albrecht, Ursula Drücker, Krystyna Felder, Anna-Lena Neumann, Antonia Rinnebach, Maria Ruprecht, Ruth van Kampen und Jutta Walter hatten die Gottesdienstordnung, die von Frauen aus Malaysia erarbeitet worden war, mit Leben gefüllt. Im Vorfeld hatte Pöppelmeier an drei Abenden viele Informationen über das Thema des Gebetstags vermittelt.

Am Freitag wurde quer durch die christlichen Konfessionen zeitgleich in 170 Ländern der Gottesdienst gefeiert. Intention ist es, nicht nur zu beten, sondern auch Stellung zu beziehen, zu protestieren und sich lautstark für Gerechtigkeit einzusetzen.

Neben der Petition wurde auch eine Kollekte gesammelt, die einem Frauenprojekt in Malaysia zugute kommt. In den anschließenden Gesprächen wurde aber auch deutlich, dass gerade im Bereich der Hausangestellten auch direkt vor der Haustür in Deutschland einiges im Argen liegt. Gerade hier gebe es besonders viel Schwarzarbeit und damit ungeschützte Arbeitsverhältnisse.

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