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Friesland /Wilhelmshaven Die Mitglieder im Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade gehen von einer robusten Konjunkturlage für 2019 aus. Das berichtete AWV-Präsident Tom Nietiedt am Donnerstag beim Jahresgespräch des Verbands in Wilhelmshaven. Dem Verband gehören 380 Unternehmen an.

Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade

Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade mit Sitz in Wilhelmshaven vertritt 380 Mitgliedsunternehmen in der Wirtschaftsregion Jade. Er bietet seinen Mitgliedern verschiedene Dienstleistungen und Service an. Zudem gibt es Arbeitskreise und zahlreiche Veranstaltungen im Jahr, darunter die „Position“ oder der „Parlamentarische Abend“. 2019 wird der AWV außerdem 100 Jahre alt. Gegründet wurde er am 18. Juli 1919, damals noch unter anderem Namen. Dazu soll es nach den Sommerferien eine Festveranstaltung geben. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

www.awv-jade.de

Zwar steht die erste Konjunkturumfrage für 2019 noch aus und wird erst im Frühjahr durchgeführt, aber bereits die letzte von 2018 gab einen Ausblick. Trotz der allgemein guten Prognose sehen die Unternehmen im Verbandsgebiet erste Bremseffekte. „Das betrifft vor allem die Exportwirtschaft, die durch die Handelskriege der USA und China beeinflusst wird“, sagt Nietiedt. Bundesweit habe sich die Prognose für Wirtschaftswachstum um 0,4 bis 0,5 Prozent abgeschwächt, so dass nun von einem Wachstum zwischen 1,4 und 1,5 Prozent ausgegangen wird. „Trotzdem steht die Jade­­region insgesamt gut da“, sagte er. Das zeige auch der Blick auf den Arbeitsmarkt. Sowohl in Wittmund als auch in Friesland liegt die Arbeitslosen-Quote unter fünf Prozent und auch in Wilhelmshaven liegt sie erstmals seit mehr als 30 Jahren unter zehn Prozent. Der Fachkräftebedarf in der Region sei gleichbleibend hoch.

Wahlen 2019

Gespannt blickt der AWV auf das Wahljahr. In Wilhelmshaven wird ein neuer Oberbürgermeister, in Friesland ein neuer Landrat und in Schortens ein neuer Bürgermeister gewählt. Außerdem steht die Wahl des EU-Parlaments an. „Wir brauchen auf kommunaler Ebene verlässliche Partner“, sagt Nietiedt. Der AWV knüpfe Erwartungen an die neuen Amtsinhaber. Der Verband wünscht sich Kooperation und einen offenen Dialog.

Wirtschaftsförderung

Schwer beschäftigt hat den AWV 2018 auch die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven. Die war nötig geworden, weil die Qualität der bisherigen Wirtschaftsförderung den Ansprüchen nicht mehr genügte.

Inzwischen sei es nach vielen Gesprächen und runden Tischen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gelungen, ein neues Konzept zur Wirtschaftsförderung auf die Beine zu stellen. „Der Gesellschaftervertrag steht“, berichtete AWV-Geschäftsführer Jasper Strauß. Künftig wird die Wirtschaftsförderung nach Willen der Politik als GmbH betrieben. Ein Förderverein soll die GmbH ergänzen. Ein neuer Wirtschaftsförderer soll noch 2019 die Arbeit aufnehmen. Das Budget der GmbH liegt bei einer Million Euro und wird zum größten Teil von der Stadt bereitgestellt.

Während der Landkreis Wittmund mit dem Wirtschaftsförderkreis Harlingerland gut dastehe, sei das Thema im Landkreis Friesland noch ein offenes „To Do“, sagte Strauß. Der AWV wolle daher beim Landrat noch einmal für dieses Thema werben.

Jadebay GmbH

Außerdem will der AWV das Jahr 2019 nutzen, um der Jadebay GmbH als Gesellschafter beizutreten. „Wir wollen die Gespräche dahingehend intensivieren“, sagte Nietiedt. Dann wäre der AWV neben den Landkreisen Friesland, Wittmund und Wesermarsch sowie der Stadt Wilhelmshaven einer von fünf Gesellschaftern.

Krankenhäuser

Mit Blick auf die Krankenhäuser in Wilhelmshaven, Sande und Wittmund, die jeweils mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, warnte der AWV vor Konkurrenzdenken. „Wir können nicht mehr sagen: weiter so“, betonte AWV-Vizepräsident Thomas Hohmann. Vor allem zwischen Wilhelmshaven und Sande müsse es eine Leistungsabstimmung geben, sagte Strauß. „Wenn es diese Abstimmung gäbe, dann könnten die Häuser auch besser aus dem gemeinsamen Budget schöpfen“, meint Hohmann. „Die beiden Krankenhäuser liegen nur neun Kilometer Luftlinie auseinander, da bietet sich das Gespräch doch an“, sagte er.

ÖPNV

Äußerst unzufrieden ist der AWV mit dem öffentlichen Nahverkehr, besonders mit den massenhaften Zugausfällen bei der Nordwest-Bahn und den Zuständen der Bahnhöfe in Friesland und Wilhelmshaven. „Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, sagt Hohmann. Der AWV drängt auf die Elektrifizierung der Bahnstrecke bis Wilhelmshaven und damit auf eine Anbindung an das Fernstreckennetz. Ein Gespräch mit der Bahn sei geplant.

Biosphärenreservat

Wie berichtet, hatte sich der AWV an der Debatte um den Beitritt der Stadt Wilhelmshaven zum UNESCO-Biosphärenreservat beteiligt und vor „unabsehbaren Re­striktionen für die Wirtschaft“ gewarnt. Nun soll es ein Gespräch zwischen AWV und Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, geben. Südbeck will noch einmal die Vorteile des Beitritts aus seiner Sicht beleuchten.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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