Friesland /Neuenburg Im Landkreis Friesland und in Wilhelmshaven gibt es immer mehr Imker. „Die Zahl der Imker und der Bienenvölker, die sie betreuen, ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen“, sagte Manfred Köhler, Vorsitzende des Kreisimkerverbandes und des Imkervereins Friesische Wehde, bei der Vorstandssitzung. Die Versammlung fand im Vorburger Hof in Neuenburg statt. Auch mit dem Ertrag und der Qualität des im vorigen Jahr geernteten Honigs zeigten sich die Bienenzüchter sehr zufrieden.

Im Kreisverband gibt es aktuell 212 Imker. Das sind 18 mehr als im Vorjahr. Jeder von ihnen hat im Schnitt sechs Bienenvölker, insgesamt sind es 1299 Völker, 78 mehr als zuvor. In seinem Jahresrückblick betonte der Vorsitzende den großen Nutzen, den die Honigbienen für die Natur und die Landwirtschaft haben. Angesichts des wachsenden Rückgangs von Wildinsekten steige die Bedeutung der von den Imkern bewirtschafteten Immen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Der Deutsche Imkerbund errechnete: Etwa 80 Prozent der 2000 bis 3000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen.

Mit den Honigernte-Ergebnissen des vergangenen Jahres zeigte sich Manfred Köhler (Varel) sehr zufrieden: „Das war ein gutes Honigjahr. Der lange Sommer mit den vielen Sonnenstunden hatte einen sehr guten Ertrag und einen qualitativ sehr guten Honig zur Folge.“

Unterschiedlich fiel allerdings der Ertrag beim Rapshonig aus. Renke Oltmanns (Jever), der Kreiswanderwart, erklärte das mit dem sehr regnerischen Herbst 2017. Das hätte dazu geführt, dass manche Landwirte nicht rechtzeitig oder genügend Rapssamen aussäen konnten. Die Folge: weniger blühende Rapsfelder oder eine zu kurze Blühzeit.

Neben Raps gibt es weitere Pflanzen, zu denen Imker ihre Bienen bringen, damit sie dort gezielt Nektar sammeln. Im Verbandsgebiet wanderten 77 Imker mit 591 Völkern unter anderem auch zur Lindenblüte, zu Feldern mit Löwenzahn, zu speziell ausgesäten Flächen mit Bienenweide und anderen Blüten.

Die für die Bienengesundheit im Kreisverband zuständige Obfrau Theda Eilers (Neuenburg) konnte vermelden, dass das Bieneninstitut in Celle bei seiner Stichprobenuntersuchung erneut festgestellt habe: Die Bienen im Verbandsgebiet sind von gefürchteten Krankheiten wie der Amerikanischen Faulbrut nicht betroffen. Das verdanken die fleißigen Insekten der Obhut der Imker, die dafür sorgen, dass ihre Schützlinge gesund bleiben.

Zwei Imker, die an der Honigprämierung des zuständigen Landesverbandes Weser-Ems teilgenommen hatten, wurden für die Qualität ihres Honigs mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.