Friedrichsfeld
Baumfällungen vorerst gestoppt

Erst Dienstagmorgen gehen die Arbeiten weiter. Die Fläche des einstigen Standortübungsplatzes dienst als Ausgleichsfläche für die neue A 20.

Bild: BUND/Thomas Coldewey
Ausbeute eines Morgens: Die Baumfällungen in Friedrichsfeld hatten am Freitag begonnen.Bild: BUND/Thomas Coldewey
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Mit einer Spezialmaschine, dem Harvester, werden die Bäume gefällt und verarbeitet.Bild: BUND/Thomas Coldewey
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Friedrichsfeld Die Baumfällungen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz in Friedrichsfeld sind am Freitagvormittag gestoppt worden. Vorerst. „Die Arbeiten werden einstweilen bis Montagabend eingestellt“, sagte Thomas Coldewey, 2. Vorsitzender des BUND Friesland. Die Rechtsabteilung des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland hatte dieses mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover vereinbart. Diese gestaltet seit dieser Woche das einstige Bundeswehr-Areal, das zuletzt als Naherholungsgebiet genutzt wurde, zur Ausgleichsfläche für die neue Küstenautobahn 20 um.

Der Hintergrund für den Stopp der Arbeiten: „Wir sehen ein Vergehen gegen den Planfeststellungsbeschluss. In dem ist vermerkt, dass die Arbeiten erst nach dem 30. September begonnen werden dürfen“, erläuterte Thomas Coldewey. Der BUND hatte generell Einspruch gegen den Bau der A 20 eingelegt, mit deren erstem Bauabschnitt zwischen Westerstede und Jaderberg begonnen wird.

Erst am Dienstagmorgen soll es in Friedrichsfeld weitergehen. Das ist zwar nur aufgeschoben und nicht aufgehoben, weiß Thomas Coldewey: „Aber wir konnten damit erst einmal Tatsachen schaffen.“

Am Freitag war der Naturschützer gleich mehrmals auf dem Gelände unterwegs. Am Morgen begann der Harvester, eine große Baumfällmaschine, mit der Arbeit. „Die ersten Bäume waren ratzfatz umgelegt“, berichtet Coldewey. Zuletzt kontrollierte er, ob die Vereinbarung umgesetzt wird. Die Maschinen standen still. „Die Landesbehörde hat unser Angebot vorerst akzeptiert“, sagt er.

In Friedrichsfeld soll eine offene Wiesenlandschaft entstehen unter anderem als Bruthabitat für Kiebitze. Das kritisieren Naturschützer: „Es gehen große Flächen geschütztes Grünland und Waldfläche verloren.“

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