Kavernengelände
Dieser Graben soll rund 20 Meter breit werden

Mit der Entwässerung soll verhindert werden, dass das Gelände unter Wasser steht, wenn der Boden sich absenkt. In der öffentlichen Sitzung des Kavernenbeirats will das Unternehmen die Pläne vorstellen.

Bild: Sandra Binkenstein
Bild: Sandra Binkenstein
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Etzel Es sind komplizierte Fragen, auf die das Kavernen-Betreiberunternehmen Storag Etzel einfache Antworten findet. Frage: Wenn der Boden sich in den nächsten 100 Jahren am tiefsten Punkt des Kavernengeländes um 2,50 Meter absenkt, wie soll dann verhindert werden, dass in Etzel ein großer See entsteht, in dem sich das Regenwasser sammelt?

Antwort: Das Oberflächenwasser soll über die Gewässer abgeführt werden. Und damit der „Kalbsschloot“ genannte Graben in der Lage ist, das gesamte Oberflächenwasser aus dem sich neigenden Kavernengelände aufzunehmen, wird er eben von rund sieben Metern Breite auf 20 bis 30 Meter ausgebaut. Zwei bis drei Meter tief müsste das Gewässer sein, damit es die Regenmengen in das Friedeburger Tief abführen kann, und bei einem Gefälle der Uferböschung von 45 Grad ergibt sich eine Breite von 20 bis 30 Meter. Das erklärte Joachim Schweinsberg, Bereichsleiter der Storag Etzel, jetzt in einem Hintergrundgespräch in Etzel.

Mit zusätzlichen Schöpfwerken und Staustufen könne dann der Wasserstand in den Gewässern reguliert werden, so dass die Gräben weder trockenfallen noch voll Wasser laufen. „Das ist dann ein einzigartiges Wassermanagement“, sagte Schweinsberg. Andere tief liegende Regionen ohne Kavernenfelder könnten davon nur träumen. Die Investitionen für diese Baumaßnahmen zahle die Storag Etzel, betrieben würden die Anlagen von der Sielacht Bockhorn/Friedeburg, die für die Entwässerung zuständig ist. Laut diesem Konzept würde der Ausbau des Kalbsschlootes im Jahr 2038 beginnen. „Wir würden aber je nach Senkung auch früher anfangen“, sagte Schweinsberg. Die Auswirkungen der Bodenabsenkung von 2,50 Meter am tiefsten Punkt der Mulde, ausgehend von 99 Kavernen und 100 Jahren, seien also nicht gravierend, so Schweinsberg.

Die Folgen der Bodenabsenkungen sind in einer Auswirkungsanalyse aufgeführt, die jetzt fertiggestellt ist. Auf die Frage, was diese Analyse ergeben hat, hat Schweinsberg eine einfache Antwort: „Die Ergebnisse sind unspektakulär. Die Ökologie wird nicht beeinträchtigt und bei den Gebäuden erwarten wir sowieso keine Schäden.“

Die Gebäude würden zwar in den nächsten 100 Jahren eine Schräglage bekommen, die sei aber so gering, dass keine Schäden zu erwarten seien. Über diese Auswirkungsanalyse wird Joachim Schweinsberg auch bei der Sitzung des Kavernenbeirats sprechen. Er wird sich dann auch den Fragen der Bürger und natürlich denen der Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten/Etzel/Marx stellen. Weitere Themen bei der Sitzung sind die Neuwahl eines Beiratsvorsitzenden und das Beschwerdemanagement.


-> Der Kavernenbeirat tagt

am Montag, 17. September, öffentlich im Gasthof Coordes in Etzel, Etzeler Dorfstraße 8. Beginn der Sitzung ist um 14 Uhr.

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