Betrifft: Neubau des Johann-Ahlers-Hauses

(...) Der Kostenrahmen in Höhe von 1,24 Millionen € des von der Mehrheit des Rates abgesegneten Neubaus wurde mit dem Ausschreibungsergebnis von 1,57 Millionen € erheblich überschritten. Jetzt wird die Planung „abgespeckt“, damit der Kostenrahmen passt. Dann wird die Maßnahme neu ausgeschrieben und die Unternehmen der Baubranche werden, zum dritten Mal (!), aufgefordert einen Preis zu kalkulieren.

(...) Der Architekt des neuen Johann-Ahlers-Hauses will die neue Planung für den „abgespeckten“ Neubau kostenlos machen. Umsonst hat er ja schon den viel zu teuren Neubau geplant – umsonst, weil der Rat seine Planung verworfen hat, aber „umsonst“ bedeutet doch sicher nicht „kostenlos“?!

Es sieht ganz so aus, als würde schon wieder der zweite Schritt vor dem ersten gemacht, denn die Marketing- und Tourismus GmbH stand im Fachausschuss auf der Agenda, der Zeitrahmen passt – so der Bürgermeister – der Bauausschuss tagt am 12. Februar. Kann dann schon ein Beschluss gefasst werden?

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Es soll doch über Synergieeffekte mit der Gemeinde Wangerland diskutiert werden. Es steht zu hoffen, dass der Bürgermeister bzw. der Rat sich und Jever den Zeitaufwand gönnt, intensiv zu verhandeln, so dass eine durchdachte, aber auch neue Marketing- und Tourismus GmbH mit der Nachbargemeinde zusammen entsteht.

Dann erst sollte man das Raumkonzept für das neue Johann-Ahlers-Haus angehen, denn es geht um viel mehr als um den „Kostenrahmen eines Einfamilienhauses“!

Peter-Ch. Mahrenholtz Jever

Der Zuschuss für ein neues Johann-Ahlers-Haus ist ein süßes Gift und hat vernebelnde Wirkung. Wie ließ sich ein Ratsmitglied vernehmen? Der Zuschuss „von einer knappen Million Euro“ sei „zwei Drittel der Baukosten“. (...)

Bei zu veranschlagenden Baukosten von 1,57 Millionen (wenn darin tatsächlich alle Baunebenkosten enthalten sind) und einem Zuschuss von 900 000 Euro sind das nicht zwei Drittel der Bausumme, sondern 57Prozent.

(...) Und glaubt wirklich jemand daran, dass die Neueinrichtung (...) nichts kosten wird, weil man die alte Einrichtung übernimmt?

Sollte man an diesem Punkt auch vor dem Hintergrund veränderter Randbedingungen (Überlegungen zur Zukunft der Marketing und Tourismusgesellschaft) nicht einmal inne halten, auch unter Berücksichtigung zu erwartender Kollateralschäden? Man denke nur an den Eingriff in das Naturdenkmal Wallanlagen. Oder es stelle sich jemand auf den Marktplatz und schaue Richtung Altstadt und Schloss und realisiere einen großen Querriegel mit der (...) atypischen Farbgebung vor den dunkelroten Klinkerbauten und Dachziegeln und dem rosaroten Anstrich des Schlosses!

(...)Wenn es um wertvolle historische Bestände geht (Wallanlagen, Stadtansicht), dann geht es nicht um „Worthülsen“, sondern um das Tafelsilber der Stadt. Die Initiative „Rettet die Wallanlagen“ verfolgt damit übrigens das Ziel einer von der SPD formulierten Leitlinie, nämlich „Bewahrung des Orts- und Landschaftsbildes“. Die Stadt Jever sollte die „knappe Million“ zurückweisen und (...) darauf bauen, dass es auch Zuschüsse für Gebäudesanierung und Stadtentwicklung gibt.

Prof. Dr. Heinz Sahner Jever

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