Jever Grundsätzlich ist der Angelverein Jever gut aufgestellt: Die Finanzen sind in Ordnung, Rücklagen sind gebildet worden. Das bestätigte der Fachwart Finanzen des Vereins Onno Düselder auf der Hauptversammlung im jeverschen Schützenhof.

Und das, obwohl in den vergangenen Jahren ein deutlicher Rückgang der Mitgliederzahlen zu verzeichnen war. Mit 897 aktiven Mitgliedern (117 passive Mitglieder) und 82 jugendlichen Anglern gehört der Verein dennoch zu den großen im Jeverland.

Bei den Wahlen des neuen Vorstands gab es eine Überraschung: Erstmals in der Geschichte des Vereins wird die Jugendgruppe von einer jungen Frau geführt. Einstimmig wählte die Versammlung Christina Gawenda zur Leiterin der Jugendgruppe. Kurios ist, dass sie jetzt ihren eigenen Vater als Stellvertreter hat. Gerd Beermann, der die Jugendgruppe viele Jahre geleitet hatte, hatte sich nicht wieder zur Wahl gestellt.

Auch die Pachtverträge für die Tiefs im Jeverland und das Teilstück der Harle, die der Verein bewirtschaftet, sind bis zum Jahr 2020 verlängert worden, so dass den Anglern weiterhin die gewohnten Gewässer für ihr Hobby zur Verfügung stehen. Auch für genügend Fischbesatz sorgt der Verein. Auch für dieses Jahr genehmigte die Mitgliederversammlung einen Betrag von 20 000 Euro für einen ausgewogenen Besatz an Fischen in allen Gewässern.

Zu diesem Besatz gehören auch eine größere Menge Aale. Hier hat der Verein an einer von der Europäischen Union (EU) geförderten Maßnahme teilgenommen, mit der der Rückgang dieser Fischart gestoppt werden soll. Auch mit einem ungeklärten Fischsterben im Horumer Tief hatte sich der Verein auseinandersetzen müssen. Dort schwammen im Juli 2012 eine größere Anzahl Brassen tot an der Oberfläche. Da nur eine Fischart betroffen war und die Wasserwerte unauffällig waren, konnte Gewässerwart Frank Coordes nur feststellen, dass es sich möglicherweise um einen Laichstau gehandelt haben könnte.

Neben vielen gut besuchten Veranstaltungen des Vereins hat sich das Wintervergnügen in den vergangenen Jahren zum Problem entwickelt.

Mit nur 65 Besuchern war der Ball im letzten Jahr so schlecht besucht wie nie zuvor. Vorsitzender Alfred de Vries stellte zur Diskussion, ob diese Veranstaltung künftig eingestellt werden sollte. Dem widersprach eine ganze Reihe von Anglern. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, stattdessen ein Sommerfest zu planen, damit diese gemeinsame Aktivität nicht ganz aus dem Vereinsleben verschwindet.

Einen Antrag, Boote auf einem der Seen zuzulassen, lehnte die Versammlung ab. Damit würden Bootsbesitzer einseitig bevorzugt und das Ganze wäre kaum zu kontrollieren, so Alfred de Vries.

Anglerkönig wurde Klaus Petermann, Jugendanglerkönig wurde Pascal de Vries.

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