VAREL Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – es können rechtsgültige Verträge geschlossen, Daten beschafft und – mit unangenehmen Folgen – Urheberrechte verletzt werden. Darüber referierte Rechtsanwalt Jan Focko Janssen, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Varel-Friesische Wehde, vor Eltern und Schülern im Lothar-Meyer-Gymnasium. Die Bürgerstiftung und der Justizverein Varel wollten über die rechtliche Problematik informieren, die bei der Internet-Nutzung durch Jugendliche und Kinder entstehen kann, erläuterte Janssen.

Er warnte vor der unbedachten Preisgabe persönlicher Daten – vor allem, wenn sie zu Erlangung angeblich kostenloser Informationen erhoben würden. Den Kindern und Jugendlichen riet er, die Eltern zu informieren, wenn sich aus solchen Angeboten auf einmal kostenpflichtige Mitgliedschaften oder Abonnements ergäben.

Ein weiterer Punkt ist die unkontrollierte Weitergabe persönlicher Daten in Chatrooms. „Wie früher das Poesiealbum, nur eben anonym“, wies Janssen darauf hin, dass in den Chatrooms Identität und Alter der Teilnehmer nicht überprüfbar seien. Eine Sorge, wie Nachfragen der Eltern ergaben, die viele der Anwesenden teilen. „Es ist anders als auf der Straße. Da kann man sehen: Der und der ist mir sympathisch“, verdeutlichte der Jurist. Die Eltern ermöglichten den Kindern den Zugang zu solchen Internet-Angeboten, „aber sie können das nicht kontrollieren“. Leider seien diese Chatrooms auch ein „Tummelbecken für Leute mit unschönen Absichten. Und da sind die Kinder vor dem Rechner allein.“

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Ein weiteres Problem ergebe sich aus Urheberrechtsverstößen. Das zur Verfügungstellen von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet (zum Beispiel Musikstücke, aber auch Filme oder Computerspiele) ist ein solcher Verstoß. Es vergehe keine Woche, in der er nicht in seiner anwaltlichen Praxis mit solchen Fällen konfrontiert werde. Da die Musikindustrie die illegale Verbeitung von urheberrechtlich geschützten Werken vereiteln möchte, hat sie Datenexperten mit dem Aufspüren von Urheberrechtsverstößen in den so genannten Tauschbörsen beauftragt.

Wenn ein Verstoß nachgewiesen werden kann, muss der Betreffende mit Schadensersatzansprüchen rechnen. Auch muss er die Anwaltskosten des Klägers begleichen – ein insgesamt teures Vergnügen, das rasch vierstellige Summen erreichen kann.

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