Sande Sieben Millionen Euro Investitionssumme, bis zu 100 neue Arbeitsplätze und die Aussicht auf mehr Steuereinnahmen für Sande: „Die Woche fängt gut an“, sagte Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg am Montagvormittag gut gelaunt beim Baustart für die Erweiterung von Reichelt Elektronik in Sande.

Obwohl: Der eigentliche Baustart mit dem symbolischen ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau folgt wohl erst Ende April, nun wurde erst einmal der Elektronikring abgebunden, der fortan kein „Ring“ mehr ist, sondern nur noch eine langgezogenen S-Kurve. An dem gekappten und mittlerweile von der Gemeinde entwidmeten Straßenstück zwischen dem bestehenden Reichelt-Bau und der großen Grünfläche werden in Vorbereitung auf den Industriebau zunächst einmal Versorgungsleitungen verlegt, so Reichelt-Geschäftsführer Ulf Timmermann.

20 Jahre nach dem Standortwechsel von Reichelt ins Sander Gewerbegebiet und zehn Jahre nach dem Erweiterungsbau folgt nun die dritte Ausbaustufe für den ehemals inhabergeführten Elektronik-Versand, der inzwischen zur Schweizer Unternehmensgruppe Dätwyler gehört.

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„Das einzige, was unser Wachstum zu bremsen drohte, war die Endlichkeit unserer räumlichen Möglichkeiten“, hatte Zimmermann kürzlich erklärt. Der Neubau soll nun große Teile der Logistik aufnehmen, außerdem Teile der Technik sowie das Call-Center. Der Zeitplan ist ehrgeizig, wie Timmermann einräumte: „Der Plan, bereits das nächste Weihnachtsgeschäft von hier aus zu führen, ist keineswegs abgehakt.“

Der Erweiterungsbau wird nahezu ein Spiegelbild des bestehenden Gebäudekomplexes. Dafür wird auch die nun abgetrennte Straße überbaut.

Timmermann zufolge hat Reichelt Elektronik zurzeit 230 Mitarbeiter. Pro Tag verlassen zwischen 6000 und 7000 Pakete das Sander Werksgelände für Kunden in aller Welt. Das Unternehmen hat zurzeit gut 50 000 Artikel im Sortiment und will auch sein Angebot weiter ausbauen.


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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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