ZETEL Den Dingen auf den Grund gehen konnten Interessierte im wahrsten Sinne des Wortes am Sonntag zum „Tag des offenen Denkmals“. So war zum Beispiel in der Zeteler St.-Martins-Kirche wieder die Gruft unter dem Altar zu besichtigen, in der Reste des Vorgängerbaus zu sehen sind.

Im 13. Jahrhundert war die St.-Martins-Kirche auf den Resten eines abgebrannten hölzernen Vorgängerbaus errichtet worden. Die Brandreste der zerstörten Vorgängerkirche sind dort als Schicht erkennbar. Zusammen mit Fundstücken, die von der Bestattung der Toten in der Kirche herrühren, kann der Interessierte einen Eindruck von der weit zurückreichenden Baugeschichte erhaschen.

Ralf Hilbers war einer der Ehrenamtlichen, die dort Interessierten die Einzelheiten erläuterte. „Ich kenne keine Kirche, in der man die Reste der Vorgängerkirche noch sehen kann. Es gibt ja sonst nirgends die Gelegenheit, eine Grabung zu besichtigen“, begeistert sich Hilbers für den Blick in die Vergangenheit. Elsbeth und Günter Hamann aus Schortens waren vor allem wegen des Altars aus der Dürer-Zeit gekommen. „Wir wollten den Vergleich sehen mit dem Altar der Kirche in Schortens.“ Der Vergleich fällt vor allem farbiger aus, was die Figuren in dem Zeteler Altarbild angeht. „Faszinierend auch, was die Stadt Jerusalem angeht“, weist Hamann auf die bildliche Darstellung der biblischen Stadt in dem Altaraufsatz hin.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Pastor Andreas Kahnt beginnt seine Führung draußen mit Blick auf das Bauwerk nebst Glockenturm. Der war separat von der Kirche errichtet worden, aus statischen Gründen. Die Schallwellen hätten die ohnehin nicht stabile Hallenkonstruktion beeinträchtigt. Plastisch schildert Kahnt die Überlieferung, als im Ersten Weltkrieg die Glocke abgeschnitten wurde für Rüstungszwecke. Ihr dumpfer Aufprall auf dem Boden war dem damaligen Pfarrer als „Klage der Glocke“ und wie ein Wehklagen Gottes vorgekommen.

Bekanntlich gibt es heute drei Glocken: die helle Taufglocke, die Gebetsglocke, die dreimal täglich ruft, und die große Totenglocke. Dazu hat der Dachreiter zwei Glocken für die Uhr.

Anekdoten, die das gleichzeitige Entstehen der Zeteler und Bockhorner Kirche erklären, nimmt Kahnt auf. Es sei wohl die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung der Bauhütte gewesen, der den Bau der beiden Kirche zeitgleich beförderte. Das Äußere wie auch das reichhaltig ausgeschmückte Innere der Kirche waren weitere Stationen in Kahnts Führung.

Mehr Infos unter

www.denkmalschutz.de

Die Zeteler

Kirche ist auf dem Fundament eines

Vorgängerbaus entstanden

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.