Sande Schwund ist überall. Der kleine Schaden, den ein Kranausleger jetzt beim Rangieren auf der Baustelle von Reichelt Elektronik ganz oben neben dem Firmenlogo an der Außenwand des Hochregallagers verursacht hat, müsste eigentlich schnell wieder zu reparieren sein. Den Betrieb beim Elektronikversender oder gar den Fortgang der Bauarbeiten beeinflusst der kleine Lapsus jedenfalls überhaupt nicht.

Zeitplan in der Spur

Viel mehr ausgebremst haben den ehrgeizigen Zeitplan für die neue Halle die Vorgaben des Landes zur Brandschutzverordnung. „Da­durch haben wir rund ein Vierteljahr verloren“, sagt der Geschäftsführer von Reichelt Elektronik, Ulf Timmermann, im Gespräch mit der NWZ . Statt das Weihnachtsgeschäft 2015 schon mitzunehmen, wird der Bau wohl erst um Ostern 2016 fertiggestellt sein.

Auf der Baustelle am Elektronikring herrscht in diesen Tagen jedenfalls viel Betrieb. Auf der Erweiterungsfläche hinter dem Reichelt-Firmengebäude in Sande sind die Gründungsarbeiten inzwischen abgeschlossen. Jetzt wird die so genannte Betonsauberkeitsschicht gegossen, darauf wird die Halle gestellt. „Mit den Bauarbeiten liegen wir jetzt wieder in der Spur“, so Timmermann.

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Gut sieben Millionen Euro investiert Reichelt Elektronik jetzt am Standort Sande, um seine Kapazitäten zu verdoppeln. Dazu entstehen bis zu 100 neue Arbeitsplätze.

Der Elektronikring wurde bereits im März abgebunden, ist fortan kein „Ring“ mehr, sondern nur noch eine langgezogenen S-Kurve. An dem gekappten und mittlerweile von der Gemeinde entwidmeten Straßenstück zwischen dem bestehenden Reichelt-Bau – den Hallen 1 und 2 – und der einst großen Grünfläche entsteht nun der Hallen­komplex 3.

20 Jahre nach dem Standortwechsel von Reichelt ins Sander Gewerbegebiet und gut zehn Jahre nach dem Erweiterungsbau folgt nun die dritte Ausbaustufe für den ehemals inhabergeführten Elektronik-Versender, der inzwischen zur Schweizer Unternehmensgruppe Dätwyler gehört. Der Neubau soll große Teile der Logistik aufnehmen, außerdem Teile der Technik und das Reichelt Call-Center.

Brücken als Verbindung

Der Erweiterungsbau wird nahezu ein Spiegelbild des bestehenden Gebäudekomplexes. Dafür wird auch die nun abgetrennte Straße überbaut. Weil hinter dem Gebäude Leitungen von Nordwest Oelleitung verlaufen, entsteht die neue Halle mit einem Abstand von 20 Metern zum bestehenden Reichelt-Bau. Die Hallen werden mit zwei geschlossenen Brücken miteinander verbunden: Einer verglasten für das Personal, und einer für Paletten und Pakete.

Timmermann zufolge hat Reichelt Elektronik zurzeit 230 Mitarbeiter. Pro Tag verlassen zwischen 6000 und 7000 Pakete das Sander Werksgelände für Kunden in aller Welt.


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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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