STEINHAUSEN Zu einer munteren Fragestunde kamen Anita Osterloh und Erika Lange am Dienstag in die Klasse 3c der Außenstelle Steinhausen der Grundschule Bockhorn. Anlass war die Überreichung einer Spende in Höhe von 306 Euro, die die Kinder jüngst auf dem Bockhorner Wochenmarkt für die Vareler Tafel gesammelt hatten (die NWZ berichtete). Jetzt nutzten die Schüler die Gelegenheit, mehr über diese Einrichtung in Erfahrung zu bringen.

Einige kannten die Vareler Tafel aus eigenen Besuchen mit den Eltern, und das ist auch kein Wunder, sind doch 33 Familien aus der Gemeinde Bockhorn Kunden der sozialen Einrichtung, wie Anita Osterloh berichtete. Aus Varel selbst kommen regelmäßig 221 Familien, aus Zetel 32, aus Neuenburg fünf und aus Jaderberg vier.

Anita Osterloh erzählte den Kindern auf leicht verständliche Weise, wie die Sache funktioniert: „Montags, mittwochs und sonnabends fahren sechs Männer zu Supermärkten in Obenstrohe, Varel und in die Friesische Wehde und sammeln Lebensmittel ein, die noch gut sind, aber nicht mehr verkauft werden sollen." Freiwillige Helferinnen putzen Obst und Gemüse, portionieren Wurst und sortieren die Ware. Mittwochs erscheinen die Kunden, werden mit Laufnummern ausgestattet und anschließend gegen eine Spende von einem Euro (Singles) oder 1,50 Euro (Familien) mit Lebensmitteln versorgt. An jedem Mittwoch rund 200 Familien mit 280 Kindern: „Die ziehen dann glücklich von dannen."

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Die Vareler Tafel in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche sei eine gute Einrichtung: „Wir helfen Menschen, die nicht soviel Geld zur Verfügung haben, und uns selbst macht diese Hilfe auch großen Spaß." Anita Osterloh wies auf den materiellen Überfluss in diesem Land hin: „Eigentlich ist es eine Sünde, dass bei uns 15 Prozent der Lebensmittel weggeworfen werden." Mit dem Verkauf von Bastelarbeiten hatten die Kinder mit Unterstützung der Lehrerin Sigrid Buschmann und Eltern wie Jutta Morgenthaler auf dem Wochenmarkt 306 Euro eingenommen. Anita Osterloh wusste auch schon, wofür das Geld verwendet werden soll: „Wir müssen garantieren, dass die Lebensmittel gekühlt vom Supermarkt zur Tafel kommen. Bislang nutzen wir Styroporkästen, aber wir wollen im kommenden Jahr einen Kühlwagen anschaffen. Da können wir diese Spende gut gebrauchen."

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