SANDE Wer den Kreisel bezahlt, der darf ruhig Flagge zeigen: Und so flatterten auf dem Hügel im Innenraum des „Sander Ei“ die Landesflagge, die Flagge Frieslands und die der Gemeinde Sande im Wind. Und eine Skulptur stand auch schon dort: ein Geißbock. Die Vareler Firma Bokelmann, die den Kreisel gebaut hat, hatte ihr Wappentier mitgebracht.

Doch Flaggen wie auch Geißbock waren nur Ornament für einen Tag: Wenige Tage bevor der seit Mitte Juli für rund 490 000 Euro umgestaltete Verkehrsknotenpunkt L 815 (Oldenburger Damm) und Sander Hauptstraße für den Verkehr freigegeben wird, hatte die Gemeinde Sande am Sonntag zu einem Kreiselfest mitten auf die L 815 und zu einem „Tag der offenen Baustelle“ eingeladen.

Und die Bürger kamen reichlich: Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich erläuterten anhand der Baupläne die Baumaßnahme. Zwischen Baggern und Radladern waren ein paar Flohmarkt-, Imbiss- und Getränkebuden aufgebaut und von der Lkw-Bühne rollten die „Blue Tales“ einen weichen Klangteppich aus.

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Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann ermunterte die Bürger, sich alles genau anzusehen: „Es wird vorläufig das letzte Mal sein, dass sie hier zu Fuß über die Straße bummeln können.“ Ab Donnerstag, so ist der Plan, soll hier der Verkehr wieder rollen.

Auch Frieslands Landrat Sven Ambrosy ist froh, dass mit dem Umbau der „scharfen Ecke“ einer der Unfallschwerpunkte im Landkreis beseitigt werden konnte: „Sande liegt mitten in Friesland, hier laufen alle wichtigen Verkehrswege durch.“ Rund eine Million Euro hat der Kreis in den vergangenen drei Jahren in drei Baumaßnahmen in knapp einem Kilometer Abstand investiert, so Ambrosy. Angefangen vom „Twister-Kreisel“ über den Abzweiger nach Altenhof und nun ins „Sander Ei“.

Auch bei den Bürgern kommt das Ergebnis an: „Es lief alles reibungslos, wir hatten in den letzten drei Monaten keine großen Unannehmlichkleiten“, sagen Ursula Jacobs und Helga Brehm aus Sande. Und auch Horst Gackstatter und Iris Weihrauch aus Cäciliengroden finden den Umbau gut: „Wir fahren hier täglich mehrmals durch, das ist gut gelungen.“

Das „Sander Ei“ gab es auch zum Vernaschen: Die Bäckerei Rohlfs, die ihre Betriebsstätte in unmittelbarer Nähe hat, kreierte das „Sander Ei“ als Schmalzkuchen.

Radfahrer, die von oder nach Cäciliengroden wollen, dürfen die L 815 wie bisher auf der Tapken-Seite kreuzen und müssen nicht ums Ei herumfahren. Die entsprechende Beschilderung ist bereits angeordnet worden.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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