VAREL Schon vor 20 Jahren gab es ministerielle Zusagen, das Verkehrsproblem an dieser schon damals viel befahrenen Landesstraße zu lösen, zitierte Andreas Krause-Fischer, Sprecher der Interessengemeinschaft Oldenburger Straße, aus alten Zeitungsberichten, „doch passiert ist seitdem nicht viel“, beklagte er in der Diskussionsveranstaltung am Mittwochabend im „Tivoli“. Von den Spitzenkandidaten, die am 11. September bei der Kommunalwahl antreten, erwartete die Initiative „nun endlich wirksame Maßnahmen gegen die immer stärker werdende Belastung und auch Gefährdung an dieser Straße“.

Für Franz Wimmer (FDP) war es „schon erschütternd, wie lange Entscheidungswege in Deutschland sind“. Das Problem an der Oldenburger Straße könne allerdings nicht in Varel gelöst werden, „wir brauchen die große Lösung, die werden wir beim Kreis, beim Land und beim Bund einfordern“. Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel) schloss sich den Argumenten der Interessengemeinschaft an, die in dieser Sache gerade Klage gegen die Stadt Varel erhoben hat: „Nicht die Bürger müssen für ihre Interessen klagen, das ist Aufgabe der Stadt“, hob er unter dem Beifall der etwa 50 Gäste der Versammlung hervor. Jürgen Bruns (SPD) schloss sich der Forderung, den Schwerlastverkehr aus der Straße zu verbannen, an, „das allein aber löst die Vareler Verkehrsprobleme nicht, wir müssen überörtlich einfordern, dass uns geholfen wird“.

Kurt Klose (BfB) plädierte für ein Gesamtkonzept, denn „die Oldenburger Straße ist nicht alleine betroffen“. Und diese Straße dürfe nicht für den Schwerlastverkehr saniert werden.

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Jörn Kickler (Menschenmüll-Wählergruppe) sicherte der Initiative „wie bisher weitere Unterstützung“ zu. Wenn die Lösung „so einfach wäre, dann hätte man nicht so lange darauf warten müssen“, meinte Hergen Eilers (CDU), der „keine leeren Versprechungen“ abgeben wollte: „Varel braucht ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept.“ Bernd Köhler (SDV) sprach sich für einen kompletten Neubau der Oldenburger Straße aus. Djure Meinen (Grüne) will die Nordtangente wieder in die Diskussion bringen, Bernd Theilen (Pro Varel) möchte „die Wirtschaft mit ins Boot holen“, und Ingrid Schuster (Linke) würde den Schwerlastverkehr am liebsten von der Straße auf die Schiene verbannen.

„Wir brauchen viele Bausteine, um den Verkehrslärm in Varel in den Griff zu bekommen“, hatte zu Beginn der Diskussion Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner erklärt, der aus terminlichen Gründen die Veranstaltung vorzeitig verlassen musste. So hatte er auch keine Gelegenheit, auf zahlreiche kritische Stimmen und Vorwürfe der Teilnehmer zu antworten, die von der Verwaltung ein stärkeres Engagement für ihre Interessen erwartet hätten.

„Wir müssen jede Woche eine Demo machen“, meinte Charles Eggleston als Betroffener. Und den Hinweis von Anita Osterloh, dass die Parkverbote aufgehoben worden seien und die Straße damit für den Schwerlastverkehr weniger attraktiv werde, griff Krause-Fischer gerne auf: „Dann parken Sie da mal intensiv.“

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