Cleverns /Sandel Jan Janssen aus Schenum brachte es bei der Jahreshauptversammlung des Landvolkvereins Cleverns-Sandel-Möns auf den Punkt: „Erst bestraft uns die Bundesregierung mit ihrer desaströsen Agrarpolitik, nun zaudert und hadert sie mit einer klaren und verständlichen Aussage zur Umsetzung der Energiewende.“ Denn viele Landwirte haben in Ökostrom-Erzeugung investiert, und die unsichere Politik zwingt sie nun zur Zurückhaltung bei Neuinvestitionen.

Wie es nun weitergehen soll, da wusste auch Hinrich Neumann, Journalist mit Schwerpunkt „Erneuerbare Energien“, nicht, wohin die Reise geht. Er sieht 2020 als das Jahr der Entscheidung in der Energieproduktion. „Wenn das Ziel von 52 Gigawatt installierter Solarstromleistung vermutlich in diesem Jahr erreicht ist, wird für neue Anlagen keine Förderung mehr ausgezahlt“, sagte er. Eine Anschlussregelung sei noch nicht getroffen worden und er riet dazu, darum mit einer neuen Fotovoltaik-Anlage nicht lange zu warten. Zwar sank die Einspeisevergütung, doch durch die gesunkenen Investitionskosten rechne es sich wieder.

Fehlende Speicher

Neumanns anschaulicher Vortrag zum Selbstverbrauch von Solarstrom stieß beim Landvolkverein auf große Resonanz; die anschließende Diskussion bewies, wie sehr sich die Landwirtschaft aus der Altgemeinde Cleverns-Sandel mit der praktischen Umsetzung der Stromwende beschäftigt. Neumann: „Es fehlt ein intelligentes Speichersystem für kontinuierliche Stromversorgung, das Autarkie schafft und den Eigenverbrauchsanteil erhöht.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Doch bezahlbare und ausgereifte Stromspeicher hinken in der Entwicklung hinterher. Vor allem in der sonnenreichen Mittagszeit wird Strom produziert, der mit der Einspeisevergütung am Strommarkt nicht kostendeckend ist. Privilegierte Klein-Windanlagen mit überschaubaren Investitionskosten seien eine Alternative zur Eigenstromgewinnung ergänzte Bernd Melchers: Sie amortisieren sich an guten Standorten in ca. neun Jahren, sagte er.

Mehr Augenmaß und Kompetenz fordern die Landwirte beim Thema Düngeverordnung: „Friesland ist kein rotes Gebiet und doch betroffen von der betriebsvernichtenden Verordnung“, stellte Bernd Melchers in seinem Jahresrückblick fest. Das sei eine Ungerechtigkeit. Doch der Bauernprotest habe gezeigt: „Gemeinsam sind wir stark und das muss bleiben, dann haben wir als Mittelstandsbetriebe Zukunft“, so Melchers.

Vorstand bestätigt

Wenn auch der Milchpreis im vergangenen Jahr mit 34 Cent konstant war, bleibt immer noch wenig Spielraum für eine rentable Milchwirtschaft.

Einstimmig wurde das Vorstandsteam aus Vorsitzendem Bernd Melchers, 2. Vorsitzendem Folkert Rieniets, Geschäftsführer Bernd Eilers sowie den Beisitzern Bernd Janssen und Tjitte Folkertsma wiedergewählt.

Melchers hat um Beteiligung am Boßeln gegen „Jever Aktiv“ am 8. März. Anwurf ist um 11 Uhr an der Sandeler Straße. Anmeldungen auch fürs anschließende Kohlessen im Gartencafé de Boer nimmt Folkert Rieniets an, Tel. 04461/ 2614.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.