Neuenburg „Typisch Neuenburg, die kriegen immer was zustande“, sagte die Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer beim Besuch der zur Partymeile umfunktionierten Bundesstraße 437. Seit einem Jahr dauern die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt, die in drei Bauabschnitte aufgeteilt ist. Am Sonnabend waren die Neuenburger und ihre Gäste zur Begutachtung des zweiten Bauabschnitts, dem Ausbau der Mühlenstraße, eingeladen.

Doch der Reihe nach: Am 30. Juli des vergangenen Jahres wurde die durch den Ort führende Bundesstraße für Sanierungsarbeiten voll gesperrt. In zwei Bauabschnitten erfolgten das Abfräsen des Altbelags, Aushub des Unterbaus, Rohrleitungs- und Oberflächenentwässerungsarbeiten mit anschließendem Herrichten der Fahrbahn und der Nebenanlagen. Für den überregionalen Verkehr und die Anlieger kam es im Alltag zu Veränderungen bei den gewohnten Abläufen. Wohnungen und Geschäfte waren umständlicher zu erreichen, es gab Umsatzeinbußen. „Was wir hier erlebt haben, da könnte man ein Buch drüber schreiben“, war von einigen Betroffenen zu hören.

Gaby und Peter Egenhoff von der Rutteler Mühle sagten: „Es war eine harte Durststrecke für uns.“ Aber sie und weitere Geschäftsleute hatten sich mit der Situation arrangiert, hatten sogar weitläufig, mit extra aufgestellten Schildern die Autofahrer auf ihre Erreichbarkeit hingewiesen. Andere Betriebe nutzten diese Gegebenheiten zur kompletten Schließung und zum Neubau, wie die Tankstelle an der Bundesstraße. Typisch für Neuenburg ist auch, dass die aus der alten Straße ausgebuddelten Blaubasalt-Pflastersteine weiter verwendet werden. Der Verein „Bahner“ hat die Steine „gerettet“ und stellt sie interessierten Hausbesitzern kostenlos zur Verfügung, wenn damit ein sichtbares Kunstwerk auf der eigenen Auffahrt gepflastert wird. Werner Koch freut sich, dass einige Projekte schon realisiert sind.

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Am Sonnabend hatten viele Vereine, unter Federführung des Gewerbevereins, die sanierte Straße in eine Partymeile verwandelt. Kaum ein Neuenburger hat es sich nehmen lassen, das Fest zu besuchen. Auch Arno Cordes aus Astederfeld war vorbeigekommen „Bei Bier und Bratwurst habe ich viele Bekannte getroffen“, freute er sich. „Das muss man ja erlebt haben, das ist ja eine einmalige Angelegenheit“, meinte Erwin Egidius. Pfarrer Christian Scheuer war begeistert von dem fröhlichen Miteinander von Alt und Jung. Sonja Benicke vom Boßelverein „Fix wat mit“ hatte mit 35 Mitgliedern ihren Sport an einer Übungsbahn vorgeführt und auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt „Wir sind in Übung, hatten ja auch schon das öffentliche Grillen am Dienstag bei der Rauchkate“, erzählte sie.

Während der Fete stellten die Oldtimerfeuerwehr und die Straßenmeisterei ihre Fahrzeuge vor. Der Heimatverein buk Flammkuchen und heiße Waffeln gab es vom Urwaldhof. Bei einer Straßenfeten-Tombola konnte Christoph Groß als Moderator rund 200, teils hochwertige, von örtlichen Geschäftsleuten gespendete, Preise verlosen. Für Partystimmung sorgte am Abend die Band „Friday and the Robinsons“.

Nun werden noch einige Restarbeiten erledigt und ab Mittwochabend ist die Straße frei. Für vorerst drei Wochen. Voraussichtlich ab dem 26. August wird es neue Verkehrsbehinderungen geben, dann soll die Sanierung der Ampelkreuzung beginnen.


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