Varel „Es ist schön, wieder einmal in Varel zu sein.“ Mit diesen Worten begrüßte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bürgermeister Gerd-Christian Wagner per Handschlag. Das deutsche Staatsoberhaupt war am Donnerstagmorgen zu Gast im Werk von Premium Aerotec (PAG) am Riesweg. Zuletzt hatte er Varel 2013 besucht.

Beim Flugzeugzulieferer besichtigte Steinmeier die Ausbildungswerkstatt. Dort ließ er sich von den jungen Nachwuchskräften zeigen, wie man Flugzeugmodelle herstellt. Selbst tätig wurde der 61-Jährige dann sogar in der neuen Montage- und Fertigungslinie von PAG, auf der die Tor- und Türrahmen für den Airbus 350 produziert werden.

Mitarbeiter Jörg Schneider aus Bockhorn führte Steinmeier die „Aero-Glasses“ vor, die der Bundespräsident auch gleich einmal ausprobierte. Diese neuartige Brille scannt digital den in einer Vorrichtung hängenden Torrahmen und zeigt auf einem kleinen Display vor dem Auge den kompletten Prüfplan, Text und Bilder an. Diese leitet den Arbeiter Schritt für Schritt durch seine Prüftätigkeit.

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„Das war spannend“, sagte Schneider: „Denn sonst ist man dem Bundespräsidenten ja nicht so nah, wie heute.“ Nachdem Steinmeier dem 45-Jährigen die Hand geschüttelt hatte, zeigte er sich sehr interessiert. Auf seinen Vortrag habe sich Jörg Schneider schon vorbereitet: „Aber grundsätzlich weiß ich natürlich, was ich hier mache.“

Nur bei der Anrede war sich der Bockhorner nicht sicher. „Deshalb habe ich vorher recherchiert, wie ich ihn ansprechen soll.“ Denn man sagt nicht Herr Steinmeier oder gar Frank-Walter. „Es heißt ,Herr Bundespräsident‘“, betonte Schneider.

So nah, wie kein Gast, kamen die beiden Schüler Leni Neumann (9 Jahre) und Nico Heyen (10) von der Grundschule Obenstrohe an Steinmeier heran. Sie waren als Kinderreporter für die Zeitung „Schülerfloh“ im Einsatz. „Das war ganz schön aufregend“, sagten sie. Auch wenn die Viertklässler, die für den Besuch unter allen Schüler-Redakteuren ausgelost worden waren, ihre vorher ausgedachten Fragen dem Bundespräsidenten nicht stellen durften – sie gingen mit etwas nach Hause, das sonst keiner bekam: eine handsignierte Autogrammkarte und eine Unterschrift auf die neueste Ausgabe des „Schülerflohs“.

Der Besuch stand unter dem Motto „Demokratie“. „Es geht um das Thema Mitbestimmung und Teilhabe der Belegschaft“, sagte der Pressechef der niedersächsischen Staatskanzlei als Gastgeber des Besuches. Denn „Demokratie“ war der Leitfaden in der Antrittsrede des am 19. März als Bundespräsident neu gewählten Steinmeiers.

Der Abschluss des rund 90-minütigen Besuchs bildete deshalb ein Gespräch mit den Betriebsräten von Premium Aerotec. Dabei verschaffte er sich auch einen Eindruck vom neuen 3-D-Druckzentrum von PAG. Dort werden Flugzeugteile im so genannten additiven Verfahren industriell hergestellt. Ein Laser schmilz die Komponenten aus Titanstaub in nur einem Arbeitsschritt zusammen.

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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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