VAREL „Können Sie sich Paris ohne Eiffel-Turm vorstellen oder London ohne Tower-Bridge?“, fragte Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner die Besucher im Lothar-Meyer-Gymnasium. „Genau so wenig kann man sich Varel ohne Mühle vorstellen“, sagte er am Mittwochabend bei der Dankeschön-Veranstaltung für Spender und beteiligte Firmen, die bei der Restaurierung der Vareler Mühle geholfen hatten. Allen voran dankte Wagner dem Heimatvereinsvorsitzenden Hans-Georg Buchtmann, der die Phase der Restaurierung und des Spendensammelns mit sehr großem Zeitaufwand ehrenamtlich koordiniert hatte.

„Es ist sehr schön, was alles erreicht wurde, und ich bin überwältigt von den vielen Spenden. Es hat unwahrscheinlich viel bürgerschaftliches Engagement gegeben“, dankte der Bürgermeister den vielen Spendern, von denen viele den Weg ins Lothar-Meyer-Gymnasium gefunden hatten.

Buchtmann erläuterte noch einmal die Reparatur der Windmühle. Angefangen hatte es im Frühjahr 2009, als Anwohner der Mühle sich bei der Polizei über nächtlichen Lärm beschwerten.

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Anwohner geweckt

Er rührte daher, dass eiserne Zahnräder im Getriebe der Kappe übersprangen. Die Kappe ließ sich nicht mehr in den Wind drehen. Nachdem Mühlenbauer Henno Böök aus Dunum die Kappe inspiziert hatte, war im Sommer 2009 die Diagnose klar: Die Vareler Mühle litt an der Mühlenkrankheit Nummer eins, dem Kappen-Sterben. Eine teure Reparatur stand bevor.

Buchtmann würdigte die vielen Spenden, die ab Herbst 2009 gesammelt wurden. „Wir haben uns zu bedanken bei 415 Spendern.“ 30 Großspender mit Beträgen über 1000 Euro spendeten 100 000 Euro, 385 Spender brachten die restlichen 63 000 Euro auf. „Einmalig ist diese Solidarität. Die Bevölkerung hat gesagt: Das ist unsere Mühle“, lobte Buchtmann. „Ihre Mithilfe ist in so eindrucksvoller Weise geschehen, wie man sich das nicht schöner vorstellen kann.“

Mühlenkönigin dabei

Er erwähnte die großzügigen Spenden des Rotary-Clubs Varel-Friesland und des Lions-Clubs Varel, das Benefizkonzert des Shantychors und die von dem verstorbenen Shantysänger Fritz Jürgens initiierte Namensklinker-Aktion. „Die Nordwest-Zeitung hat sogar dafür gesorgt, dass wir eine Mühlenkönigin haben“, hob Buchtmann das Engagement der Nordwest-Zeitung mit dem Verkauf von Mühlen-Schlüsselanhängern und Bechern hervor.

Die amtierende Mühlenkönigin Adina Borchers war unter den Besuchern der Veranstaltung. Beteiligt waren aber auch der Bäcker-Kegelklub „Brauner Kringel“, Premium Aerotec, Firma Theilen Maschinenbau, Firma Carsten Bureck, Firma Rohlfs, Firma Oltmanns, Firma Temme, Firma Carstens, Firma Brumund, Firma Wilhelm Meyer und Firma Wiggers. Spedition Ahlhorn schaffte den bei Theilen neukonstruierten Ring, auf dem sich die Kappe dreht, zurück zur Mühle.

Gesichert für Jahrzehnte

Alle Bauarbeiten haben Jürgen Kriebel (Film), Jonny Folkers (Film) und der kürzlich verstorbene Heino Jung (Fotos) dokumentiert. Schließlich dankte Buchtmann auch den Mühlenbetreuern um Herbert Hamjediers, die die Windmühle wieder in einen vorzeigenswerten Zustand zurückversetzt hatten.

„Als wir das Dilemma gesehen hatten, war klar: Es wird allerhöchste Zeit. Die Mühle hätte sich sonst nie wieder gedreht“, sagte Buchtmann und erinnerte daran, als die Kappe im September 2010 abgenommen wurde. Mittlerweile sind alle Balkenköpfe verstärkt, das Niveau des Rehms ausgeglichen und der eiserne Ring erneuert, auf dem sich die Kappe dreht. Zu Pfingsten 2011 drehte sich die Mühle wieder – wie in den 160 Jahren zuvor, und wie wahrscheinlich in den nächsten 100 Jahren auch.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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